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Streiks bei der Lufthansa und in Italien dürften am Freitag den Flugverkehr in Europa massiv beeinträchtigen. Bild: LH Group

Freitag wird zum Streiktag im Luftverkehr

Streiks bei der Lufthansa und in Italien dürften morgen Freitag zahlreiche Flüge beeinträchtigen.

Flugpassagiere müssen sich am Freitag (10. April 2026) auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Flight Attendants der Lufthansa sind zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Der Ausstand soll von 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr dauern und betrifft vor allem die Drehkreuze Frankfurt und München.

Bestreikt werden sämtliche Abflüge der Lufthansa ab diesen beiden Flughäfen. Zusätzlich ruft die Gewerkschaft Ufo auch die Crews der Regionaltochter Lufthansa Cityline zum Streik auf. Betroffen sind hier neben Frankfurt und München auch weitere deutsche Flughäfen wie Hamburg, Berlin oder Düsseldorf.

Hintergrund des Arbeitskampfs sind laufende Tarifverhandlungen. Während es bei der Kernmarke um den Manteltarifvertrag geht, kritisiert die Gewerkschaft bei der Cityline die fehlende Bereitschaft zu Gesprächen über einen Sozialtarifvertrag. Rund 800 Arbeitsplätze stehen dabei im Fokus, da der Flugbetrieb der Regionaltochter im kommenden Jahr eingestellt werden soll.

Swiss plant um

Die Fluggesellschaft Swiss reagiert auf den angekündigten Streik bei der Lufthansa. Sie will auf Flügen nach Frankfurt und München grössere Flugzeuge einsetzen. So könnten wohl einige Passagiere trotzdem noch an ihr Ziel kommen.

«Wir sind uns bewusst, dass Streiks für viele Reisende mit Unannehmlichkeiten verbunden sind. Unser Ziel ist es deshalb, im Rahmen unserer Möglichkeiten zusätzliche Kapazitäten bereitzustellen und so möglichst viele Passagiere an ihr Ziel zu bringen», schrieb die Swiss am Donnerstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Vorerst geht es um acht Flüge zwischen Zürich und Frankfurt sowie Zürich und München. Weitere Flüge könnten hinzukommen, so die Swiss.

Es kommt aber nicht nur in Deutschland zu Störungen. Auch in Italien wird am Freitag gestreikt. Zwischen 13.00 und 17.00 Uhr legen Mitarbeitende der Flugsicherung sowie technischer Dienste die Arbeit nieder. Betroffen sind unter anderem die Flughäfen Rom-Fiumicino, Mailand-Malpensa und Neapel.

Die Auswirkungen könnten über Italien hinaus spürbar sein. Experten rechnen mit Folgeverzögerungen im europäischen Luftverkehr, die auch nach dem offiziellen Streikende anhalten können. Reisenden wird empfohlen, ihren Flugstatus frühzeitig zu prüfen.

(TN)