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Bei der Fahrzeugübernahme lohnt sich ein genauer Blick: Schäden und Vertragsdetails sollten geprüft und dokumentiert werden. Bild: Adobe Stock

Gute Frage Was muss man bei einer Mietwagen-Buchung beachten?

Reise mit dem Mietwagen geplant – und wirklich an alles gedacht? Oft lauern unerwartete Kosten und Fallstricke, die die Ferien schnell trüben können. Travelnews klärt auf.

Ein Mietwagen steht für Freiheit, Flexibilität und die Möglichkeit, ein Reiseziel individuell zu entdecken. Doch wer unvorbereitet bucht, kann vor Ort böse Überraschungen erleben: von versteckten Kosten bis hin zu unklaren Versicherungsregelungen.

Mit der richtigen Planung lassen sich diese Stolpersteine vermeiden. Wer einige grundlegende Regeln beachtet, startet entspannt und ohne unnötige Zusatzkosten in die Ferien.

Frühe Buchung ist ratsam

Als Faustregel gilt: Je früher gebucht wird, desto besser sind Verfügbarkeit und Preis. Gerade in der Hochsaison können die Tarife deutlich steigen. Gleichzeitig lohnt sich ein Vergleich verschiedener Anbieter, denn günstige Angebote enthalten nicht immer alle wichtigen Leistungen. Bewertungen und Erfahrungen anderer Reisender helfen zusätzlich bei der Auswahl.

Ein zentraler Punkt ist laut dem Vergleichsdienst Comparis der Versicherungsschutz. Eine Haftpflichtversicherung mit ausreichend hoher Deckung ist unerlässlich, eine Vollkasko ohne oder tiefen Selbstbehalt empfehlenswert. Wichtig ist zudem, Doppelversicherungen zu vermeiden und die Leistungen genau zu prüfen.

Auch bei der Tankregelung lohnt sich ein genauer Blick: Die Variante «Voll/Voll» ist meist am fairsten, da nur der tatsächlich verbrauchte Treibstoff bezahlt wird. Andere Modelle können zusätzliche Gebühren verursachen.

Risiken bei einer Flugverspätung

Was viele nicht wissen, ist, dass Autovermietungen Fahrzeuge weitergeben dürfen, wenn Kundinnen und Kunden nicht rechtzeitig erscheinen und keine Vorauszahlung geleistet haben. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte deshalb nicht nur reservieren, sondern den Mietwagen direkt im Voraus bezahlen.

«Ist der Mietwagen vorab voll bezahlt, haben wir eine sogenannte ‚Vorhaltepflicht‘. Das bedeutet, wir stehen in der Verantwortung, den gebuchten und bezahlten Mietwagen auch zur Verfügung zu stellen. Dieser Verpflichtung kommen wir in jedem Falle nach», sagt Thorsten Lehmann, Geschäftsführer des Mietwagen-Brokers Sunny Cars.

Auch wer lediglich reserviert, kann das Risiko minimieren – etwa durch die Angabe der Flugnummer und der geplanten Ankunftszeit. Verzögert sich die Reise um mehr als eine Stunde oder erfolgt die Ankunft nach Schliesszeit, sollten Reisende den Anbieter umgehend informieren. Das gilt auch bei bereits bezahlten Buchungen, um Probleme bei der Fahrzeugübernahme zu vermeiden.

Fällt der Flug ganz aus, rückt ein anderes Thema in den Fokus: die Stornierung. Gerade bei Fernreisen entfällt oft die gesamte Reise. Wer bei einem seriösen Anbieter gebucht hat und auf flexible Bedingungen geachtet hat, kann den Mietwagen in der Regel unkompliziert stornieren – entweder über das Reisebüro oder direkt beim Anbieter.

Auch Details im Blick behalten

Neben den grossen Punkten sind es oft die Details, die entscheidend sind. Zusatzkosten für Extras wie Kindersitze, Navigationsgeräte oder zusätzliche Fahrer können das vermeintlich günstige Angebot schnell verteuern. Hier kann es sinnvoll sein, eigenes Zubehör mitzubringen und entsprechend vorzubereiten – etwa das Smartphone mit Datenpaket als Navi.

Für die Buchung und die Kaution ist in der Regel eine Kreditkarte erforderlich. Wichtig ist, dass deren Limite ausreichend hoch ist und sie auf den Namen des Fahrers lautet.

Bei der Fahrzeugübernahme sollte das Auto gründlich kontrolliert werden. Schäden müssen dokumentiert und idealerweise fotografiert werden, um spätere Diskussionen zu vermeiden. Dasselbe gilt bei der Rückgabe: Eine Bestätigung über den Zustand des Fahrzeugs schafft Sicherheit.

Ein oft unterschätzter Punkt ist die Rückgabezeit. Bereits kleine Verspätungen können zusätzliche Kosten verursachen, da Vermieter häufig einen ganzen Miettag verrechnen. Wer das Fahrzeug während der Öffnungszeiten zurückgibt, erhält zudem direkt eine Abnahmebestätigung.

(RSU)