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Markus Granelli (GM Dolder Grand Hotel Zürich, «Luxury Business Hotel of the Year») und Benjamin Chemoul (GM Beau-Rivage Palace Lausanne, «Luxury Leisure Hotel of the Year» & «101 ICON Hotelier of the Year 2026»). Bild: ABR-Pictures/Frank Rolitz

«101 beste Hotels»: Das sind die diesjährigen Gewinner

Am Sonntag wurden zum zehnten Mal die «101 besten Hotels» aus der Schweiz und dem DACH-Raum gekürt. Schweizer Hotels und Hoteliers räumten an der Preisverleihung im Bürgenstock Resort Lake Lucerne zahlreiche Preise ab.

Am Sonntag, 19. April, versammelte sich das Who is who der Schweizer Hotellerie sowie zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus dem DACH-Raum im Bürgenstock Resort Lake Lucerne. Sie wollten miterleben, wie die Besten aus ihren Reihen im Rahmen der «101 Soirée» ihre Auszeichnungen entgegennehmen durften.

Im Zentrum der mehrstündigen Zeremonie, die von Christa Rigozzi moderiert wurde, standen zwei bekannte Namen: Das Zürcher Hotel «The Dolder Grand» wurde erneut als «Luxury Business Hotel of the Year» ausgezeichnet, während das Lausanner «Beau-Rivage Palace» den Titel als «Luxury Leisure Hotel of the Year» erhielt. Dessen Generaldirektor Benjamin Chemoul wurde zusätzlich als «ICON Hotelier of the Year» geehrt.

Kategoriensiege innerhalb des Schweiz-Rankings sicherten sich unter anderen auch das Basler Hotel «Les Trois Rois» («101 Grand Hotels»), das «Mandarin Oriental Savoy» in Zürich («Luxury City Palais») oder das Grandhotel «Kronenhof» in Pontresina («101 Luxury Family Resorts»).

Das sind die Kategoriensieger von «Die 101 besten Hotels Schweiz 2026»:

Schweizer Hotels überzeugen auch im Gesamtranking

Auch im DACH-Ranking setzte sich das Dolder Grand als Gesamtsieger durch. In den anderen Ländern (bzw. dem Südtirol) konnten sich das Hotel «Vier Jahreszeiten Hamburg» (Deutschland), das Hotel «Sacher Wien» (Österreich) und die «Adler Lodge Ritten» (Südtirol) über den Gesamtsieg freuen.

Aufgrund zahlreicher Kategorien und dem Ländermix, war es teilweise schwierig, die Übersicht zu behalten. Deutlich wurde im Verlauf des Abends aber, dass es für die Schweizer Hotellerie viel zu feiern gab. Im DACH-Ranking gingen nämlich weitere Kategoriensiege an Schweizer Hotels. Das «Bürgenstock Hotel & Alpine Spa» gewann in der Kategorie «101 Luxury Hideaway of the Year 2026» und auch «The Alpina Gstaad» («101 Luxury Lifestyle Hotels & Resorts»), «The Chedi Andermatt» («101 Luxury Design & Architecture Resorts»), «Park Hotel Vitznau» («101 Luxury Water Side Resorts»), «Grand Resort Bad Ragaz» («101 Luxury Spa & Health Resorts») und das «Beau-Rivage Palace Lausanne» («101 Luxury Palaces») durften jubeln.

Die Bilder vom Event im Bürgenstock Resort:

Erstmals barrierefreie Hotels ausgezeichnet

Für emotionale Momente sorgte die Ehrung des Hotel Momentum von Esther Bellwald und Lukas Kalbermatten. Nach dem Bergsturz von Blatten im Frühjahr 2025 hatten die Betreiber ihre Existenz verloren. Mit einem temporären Hotelbetrieb wurde jedoch ein wichtiges Angebot für Gäste geschaffen. Ausgezeichnet wurde das Projekt als «Hotel of the Year – New Beginning».

Erstmals wurde im Rahmen des Rankings ausserdem ein Preis in der Kategorie barrierefreie Hotels vergeben. In Zusammenarbeit mit der Procap wurde das Centro Magliaso als erstes «Accessible Hotel of the Year» ausgezeichnet. Sonja Häsler, die selbst im Rollstuhl sitzt und die Hotels unter die Lupe genommen hatte, erkannte bei den Luxushoteliers vor Ort viel Willen, die Situation für Menschen mit Beeinträchtigungen zu verbessern und gab zu bedenken, dass es für sie selbst oft schon Luxus sei, überhaupt aufs Bett zu kommen. Der Trend zum Boxspring-Bett sei aus ihrer Sicht daher unerfreulich – dafür bräuchte sie zuerst ein rollstuhlgängiges Trampolin.

Zu den Geehrten an der «101 Soirée» nicht zuletzt auch Reto Wittwer (ehemals Swissôtel, und von 1995 bis 2014 President sowie CEO von Kempinski Hotels & Resorts), der mit dem «Lifetime Achievement Award» ausgezeichnet wurde. Er war für viele Anwesende eine Inspiration und ein Mentor und erhielt für sein Lebenswerk kräftigen Applaus.

Loblied auf die Gen Z

Bereits im Vorfeld der Gala fand der «101 Executive Summit» statt. Im Fokus stand eine Podiumsdiskussion über aktuelle Herausforderungen der Branche – von gesellschaftlichem Wandel über Fachkräftemangel bis hin zu neuen Führungsmodellen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass Hotels Orte der Begegnung seien, die Menschen zusammenbringen – auch solche mit unterschiedlichen Meinungen.

Bemerkenswert war, dass mehrere Podiumsteilnehmer zu einem Loblied auf die Gen Z ansetzten. So sagte beispielsweise Matthias Winkler, CEO der Sacher-Gruppe, dass die Hotellerie noch nie so gut war wie heute und dies mitunter auch auf die Gen Z zurückzuführen sei. «Ich weiss, dass sie besser sind als wir». Die neue Generation sei sehr gebildet, sorge für flachere Hierarchien, wolle einbezogen werden und sei dafür verantwortlich, dass der raue Ton in der Branche immer mehr verschwinde. Dietmar Müller-Elmau, Inhaber von Schloss Elmau, betonte, dass Respekt zentral sei. «Die Mitarbeitenden wollen spüren, dass man hinter ihnen steht und die Werte wichtiger sind als der Umsatz».

Letzte Ausgabe unter der Leitung von Carsten K. Rath

Die Jubiläumsausgabe war zugleich eine Stabsübergabe: Es war der letzte Anlass, der unter der Federführung von Carsten K. Rath stattfand. Der Initiator des Rankings zieht sich nun aus der operativen Leitung zurück und fungiert künftig als Chairman.

Künftig übernimmt Thomas Mächler die Führung der Plattform. Der bekannte Hotelier war Anfang Januar, als der Einstieg des Travel-Tech-Unternehmens Giata beim Ranking kommuniziert worden war, als CEO präsentiert worden. Mit dem Führungswechsel soll die Weiterentwicklung des Rankings – insbesondere mit Blick auf die Internationalisierung und Digitalisierung – vorangetrieben werden.

Der Wechsel war an der Soirée und im Laufe des Tages mehrfach ein Thema auf dem Podium. So hielt beispielsweise Markus Granelli, Direktor vom The Dolder Grand, eine launige Rede zum Abschied von Carsten K. Rath. Und Thomas Maechler verglich seinen Vorgänger mit einem «rettenden Bernhardiner im Schneetreiben der undurchsichtigen Hotelratings». Als Abschiedsgeschenk erhielten Carsten K. Rath und sein David dann aber kein Schnapsfässchen, sondern eine Doppelmagnumflasche Bordeauxwein.

Alle ausgezeichneten Hotels 2026:

(JS)