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An Bord eines Airbus A320 von Eurowings wurden bei schweren Turbulenzen sechs Insassen verletzt. Bild: Eurowings

Turbulenzen mit Verletzten wegen Superjumbo

Ein Eurowings-Flug von Rhodos nach Köln/Bonn endete für mehrere Passagiere und eine Flugbegleiterin mit Verletzungen. Auslöser waren nicht Gewitter oder starke Winde, sondern die so genannten Wirbelschleppen eines vorausfliegenden Airbus A380.

Flug EW635 von Eurowings verlief am 30. Mai 2026 zunächst unspektakulär. Der Airbus A320 war von Rhodos nach Köln/Bonn unterwegs und befand sich über Bosnien und Herzegowina auf Reiseflughöhe, als die Cockpitbesatzung von der Flugsicherung die Freigabe erhielt, von 36'000 auf 38'000 Fuss zu steigen.

Doch kurz nach Beginn des Steigflugs geriet das Flugzeug in heftige Turbulenzen. Laut dem Fachportal «The Aviation Herald» brach die Crew den Steigflug sofort ab und kehrte auf die ursprüngliche Flughöhe zurück. Der Grund für die Turbulenzen: kein Wetterphänomen, sondern die Wirbelschleppen eines anderen Flugzeugs.

Rund 14 Kilometer vor dem Eurowings-Jet flog ein Airbus A380 von Emirates auf dem Weg von Dubai nach London-Heathrow. Während des Steigfluges geriet der deutlich kleinere Airbus A320 offenbar in die Luftverwirbelungen des Superjumbos.

Sechs Verletzte an Bord

Die Folgen in der Kabine waren erheblich. Eine Flugbegleiterin wurde gegen die Kabinendecke geschleudert. Nach Angaben von Eurowings befanden sich 157 Fluggäste an Bord. Insgesamt wurden laut dem Aviatik-Portal «Aerotelegraph» fünf Passagiere sowie ein Crewmitglied leicht verletzt und nach der Landung in Köln/Bonn medizinisch betreut.

Wirbelschleppen – auf Englisch Wake Turbulence – entstehen hinter jedem Flugzeug an den Flügelspitzen. Besonders grosse und schwere Flugzeuge wie der Airbus A380 erzeugen dabei starke gegenläufige Luftwirbel. Gelangt ein nachfolgendes Flugzeug in diese Verwirbelungen, kann es zu abrupten Bewegungen und starken Turbulenzen kommen.

Der Abstand zwischen beiden Flugzeugen soll laut «The Aviation Herald» mit rund 7,6 nautischen Meilen knapp über dem von der internationalen Luftfahrtorganisation Icao empfohlenen Mindestabstand gelegen haben. Die Flugdatenschreiber des A320 wurden zur weiteren Untersuchung gesichert.

(TN)