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Bald mit einem Dutzend Maschinen: Ryanair mischt Frankfurt auf. Bild: Ryanair

Ryanair macht sich in Frankfurt breit

Einst hat der irische Billigcarrier grosse Hubs gemieden, das ändert sich nun. Die Lufthansa-Gruppe ist gefordert.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport geht nach einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» davon aus, dass der Billigflieger Ryanair seine Flotte am Standort Frankfurt im kommenden Jahr auf zwölf Flugzeuge ausbauen wird. Dies habe der Finanzvorstand des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport, Matthias Zieschang, in einem Analystengespräch gesagt. Bisher waren nur Pläne für sieben Flugzeuge im laufenden Jahr bekannt. 

Ryanair habe die Angaben nicht kommentiert, berichtete die Zeitung weiter. Die irische Billigflieger hatte den Linienbetrieb vom Hauptdrehkreuz der Lufthansa in Frankfurt aus Ende März mit zwei Maschinen aufgenommen. Zum Winterflugplan will Ryanair weitere fünf Flugzeuge nach Frankfurt bringen. Die Lufthansa will dem Zeitungsbericht zufolge ihre eigene Billig-Tochter Eurowings nach Frankfurt bringen, um sich gegen Ryanair zu positionieren

Fraport will Rabattprogramm verlängern

Am Frankfurter Flughafen will der Betreiber Fraport sein Rabattprogramm für zusätzliche Flugverbindungen verlängern. Die Fluggesellschaften sollen dafür auch im kommenden Jahr Preisnachlässe für einen vollen Dreijahreszeitraum erhalten können.

Nach dem bisherigen, heftig umstrittenen Rabattprogramm sollte der Dreijahresnachlass nur ab dem Basisjahr 2017 gelten und hatte vor allem dem in Frankfurt neuen Billigflieger Ryanair Vorteile gebracht. Die Verlängerung ist dem Vernehmen nach auch dafür gedacht, den erbosten Hauptkunden Lufthansa zu beruhigen, der im kommenden Jahr voraussichtlich seine Billigtochter Eurowings in Frankfurt an den Start bringen will und gleiche Preisnachlässe gefordert hat.

(AWP)