Destinationen
Knall in der Schweizer Reisebranche
Das Visit USA Committee Switzerland, über viele Jahre in der Schweizer Reisebranche etabliert, verschwindet per Ende 2026. Das Gremium wird aufgelöst, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Ende des Komitees geht einher mit dem Rücktritt von Präsident Heinz Zimmermann.
Er prägte prägte die Organisation über fast zwei Jahrzehnte hinweg – zunächst als Vice Chairman, später als Chairman. In dieser Zeit entwickelte sich das Komitee zu einer zentralen Plattform für den Austausch zwischen Reisebranche, Medien und amerikanischen Partnern. «Es war für mich immer eine Herzensangelegenheit, eines der vielfältigsten, faszinierendsten und begehrtesten Reiseziele für Schweizer Reisende zu vertreten», sagt Zimmermann.
Ein Abschied mit Signalwirkung
Mit dem Abgang Zimmermanns tritt auch der gesamte Vorstand geschlossen zurück, dem aktuell Melissa Clausen (Knecht Reisen), Karin Markwalder (Dertour Suisse), Michael Bötschi (Go2Travel), Andreas Heinzer (Swiss), Thomas Jenzer (TUI Suisse) und Reto Schneider (United Airlines) angehören.
Hintergrund des Entscheids: Es gelang nicht, eine geeignete Nachfolge für die Leitung zu finden. «Ich habe mich aus Goodwill gegenüber der Reisebranche in diesem Amt engagiert», sagt Heinz Zimmermann gegenüber Travelnews. Jahr für Jahr habe er dafür rund 15 bis 20 Arbeitstage investiert. Trotz intensiver Suche sei es nicht gelungen, jemanden zu finden, der bereit war, diese Rolle künftig zu übernehmen.
«Mein aufrichtiger Dank gilt all unseren Partnern für ihr Vertrauen und ihr kontinuierliches Engagement für den Schweizer Markt», so Zimmermann. Gerade die Schweiz bleibe aus Sicht der Kaufkraft und Nachfrage ein besonders attraktiver Herkunftsmarkt für Reisen in die USA. Gleichzeitig betont der abtretende Präsident, die Auflösung des Visit USA Committee Switzerland habe nichts mit dem aktuell schwindenden Interesse an Reisen in die Vereinigten Staaten zu tun.
Neue Strukturen ab 2027
Ab dem 1. Januar 2027 gehen die zentralen Aufgaben des Komitees in eine neue Struktur über. Teile der bisherigen Aktivitäten werden in Visit USA Germany integriert, insbesondere im digitalen Bereich und in der Medienarbeit. Auch der Wissenstransfer innerhalb der Branche soll weiterhin sichergestellt werden – etwa durch Newsletter, Networking und gezielte Informationsangebote für Reiseprofis.
Etablierte Branchen-Events wie «VUSA Island Hopping» oder die «VUSA Roadshow» wird es in der bisherigen Form nicht mehr geben. Stattdessen setzen verschiedene Schweizer Reiseveranstalter künftig gemeinsam mit US-Partnern auf neue Veranstaltungsformate. Ziel bleibt es, amerikanische Destinationen weiterhin sichtbar im Schweizer Markt zu positionieren.
Zimmermann zeigt sich überzeugt, dass dieser Schritt auch Chancen birgt: «Die neue Struktur bietet Platz für neue Opportunitäten und Innovationen – und das ist gut so.» Bis Ende 2026 bleibt der Vorstand aktiv und begleitet den Übergang. Danach beginnt für die Vermarktung der USA in der Schweiz ein neues Kapitel.