Tourismuswelt

In solchen Vierkabinen der Télécabine Panoramic Mont-Blanc blieben die Touristen stecken. Bild: Wikimedia, Zorro2212

33 Personen mussten in der Seilbahn-Kabine übernachten

Verhedderte Kabel hatten für 110 Touristen am Mont-Blanc-Massiv unangenehme Folgen.

33 Personen werden in diesen Stunden aus der Panoramaseilbahn am Mont-Blanc-Massiv gerettet. Die Betroffenen mussten in den Kabinen übernachten, darunter auch ein 10-jähriges Kind. Ein Polizist soll in die Kabine gestiegen sein, um die Nacht mit der Familie zu verbringen. Weitere Helfer betreuten die festsitzenden Touristen und versorgen sie mit Decken, Nahrung und Wasser, wie das französische Innenministerium mitteilte. Die Einsatzkräfte mussten gestern Abend die Bergung wegen Einbruchs der Dunkelheit unterbrechen.

Sie schafften es, unter schwierigen Bedingungen 77 Menschen innert 90 Minuten mit Helikoptern zu evakuieren. Weitere zwölf konnten sich am späten Abend mit Hilfe italienischer Rettungskräfte erfolgreich abseilen. Die geretteten wurden auf die italienische Seite des Mont Blancs gebracht, von wo aus sie mit Bussen weitergefahren wurden. Betroffen waren vor allem französische, italienische und amerikanische Staatsbürger – sie alle seien unverletzt.

Ursache für die Panne sind zwei Kabel, die sich am Donnerstagnachmittag verhedderten. In der Folge blieben 110 Menschen auf 3800 Metern Höhe stecken. Die Gondeln der Seilbahn Vallée Blanche sind jeweils für vier Personen konzipiert und bringen die Insassen in 30 Minuten vom Gipfel Aiguille du Midi zum Pointe Helbronner und retour.

(TN)