Star Alliance

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Chairman Pedro Heilbron (l.) und CEO Jeffrey Goh von der Star Alliance bei der Ankündigung der neuen Strategie in Frankfurt. Bild: zVg

Neue Strategie für die Star Alliance

Der Fokus liegt auf weiteren Verbesserungen im digitalen Bereich, um Kunden nahtlose Reiseerlebnisse zu bieten.

Zum Auftakt der «Jubiläumswoche» aus Anlass der 20 Jahre von Star Alliance wurde in Frankfurt, dem Geburtsort der Allianz, eine neue Strategie für das kommende Jahrzehnt präsentiert. Jeffrey Goh, seit Januar dieses Jahres CEO der Star Alliance, gab die Eckpunkte bekannt. Primär wird es darum gehen, den Bereich «Digital Technology» deutlich auszubauen, und nicht mehr primär auf eine weitere Expansion des Netzwerks hin zu arbeiten. Die 28 Mitglieds-Airlines bieten inzwischen bereits ein weltumspannendes Netz an, an 1300 Flughäfen in 190 Ländern. Der neue Fokus ist klar: Die rund 700 Millionen Passagiere, wovon 14 Millionen im Verlauf ihrer Reise den Carrier wechseln, sollen weiterhin eine «seamless experience» haben – auch und vermehrt im digitalen Bereich.

Pedro Heilbron, CEO von Copa Airlines und aktuell Chairman der Star Alliance, bringt es auf den Punkt: «Passagiere wollen auf Knopfdruck Kontrolle über ihre ganze Reise haben. Sie wollen also vollen Zugang zu einer Fülle von Informationen, wie auch die Möglichkeit, die Reise nach ihren eigenen Bedürfnisse masszuschneidern. Die Bereitstellung solcher Dienste für den heutigen digitalen Reisenden ist die tragende Säule unseres neuen strategischen Fokus.» Zur Implementierung der neuen Strategie wird das Management-Team der Star Alliance in Frankfurt neu zusammengesetzt.

Bereits grosse IT-Fortschritte erzielt

Die Einrichtung einer IT-Hub-Infrastruktur hat es in den letzten Jahren bereits erlaubt, die Backends der Mitglieds-Airlines besser miteinander zu verknüpfen. Beispielsweise wurden dadurch Prozesse wie das durchgehende Check-in, Multi-Carrier-Routen oder die richtige Zuteilung von Meilen in das entsprechende Vielfliegerprogramm ermöglicht.

Der Ende 2016 implementierte «Baggage Hub» verbesserte den Informationsaustausch zu Gepäckstücken zwischen Mitrglieds-Airlines und den Bodenabfertigungsgesellschaften. Heute werden durchschnittlich rund fünf Millionen «gepäckrelevante Informationen» pro Tag übertragen.

Ganz neu ist eine neue Funktionalität, dank der beispielsweise bei Umsteigeflügen die Feeder-Airlines im Falle von Verspätungen direkt auf die Boardingpass-Informationen des Weiterfluges zugreifen können. Dadurch wird der Umbuchungsprozess effizienter.

Und der nächste Schritt ist nun der Aufbau digitaler Angebote, und zwar zentral, so dass Mitglieds-Airlines darauf zurückgreifen können und ihren Kunden Produkte anbieten können, auch wenn diese mit einer anderen Mitglieds-Airline unterwegs sind. Dies wird den Kunden  ein völlig neues Informationsniveau und eine bessere Kontrolle über ihre Reise bieten.

Neue Kooperationsmodelle

Doch damit nicht genug: Star Alliance will in Zukunft auch vermehrt mit Low-Cost-Carriern zusammenarbeiten, um die weltweite Abdeckung zu verbessern, indem auf deren Point-to-Point-Netz zurückgegriffen wird. Da aber keine eigentlich Ausweitung des Netzwerks angestrebt wird, geschieht dies nicht durch Eingliederung der Airlines, sondern indem diesen der Status eines «Connecting Partner» verliehen wird. Nahtloses Reisen soll dadurch möglich sein (z.B. Durch-Checken des Koffers bis zum Zielort). Mit der südafrikanischen Airline Mango sowie mit der chinesischen Juneyao Airlines gibt es bereits ein Abkommen als «Connecting Partner»; weitere sollen dazu kommen.

(Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Star Alliance)

(TN)