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Für den Zugang zur berühmten Julia-Statue müssen Besucherinnen und Besucher in Verona bis Anfang Januar erstmals Eintritt bezahlen. Bild: Adobe Stock

Julia-Statue in Verona kostet vorübergehend Eintritt

Verona verlangt erstmals Eintritt für den Zugang zur berühmten Julia-Statue. Mit dieser Massnahme, die bis zum 6. Januar 2026 gilt, will die Stadt den Besucherandrang drosseln. Der Schritt sorgt für Ärger, denn selbst wer nur ein Foto machen will, muss nun 12 Euro bezahlen.

Der Zugang zu der berühmten Julia-Statue in der norditalienischen Stadt Verona unter dem vermeintlichen Balkon aus dem Shakespeare-Klassiker «Romeo und Julia» kostet jetzt für einen Monat Eintritt. Bis zum 6. Januar müssen Besucherinnen und Besucher dafür zwölf Euro (gut elf Franken) bezahlen. Die bronzene Mädchenfigur ist eine beliebte Touristenattraktion in der Stadt.

Bisher war nur die Besichtigung des anliegenden Museums kostenpflichtig, nicht aber der Zugang zum Hof mit der Statue. In den Hof gelangt man nun nur noch mit einem Museumsticket. Insbesondere die Statue ist jedoch vielen Touristinnen und Touristen in Verona eine Visite wert. Im Hof ist es zur Tradition geworden, Julias Busen zu berühren – das garantiert angeblich ewiges Glück in der Liebe.

Stadt will Besucherandrang über Weihnachten eindämmen

Die Stadt Verona will mit dem einmonatigen Eintritt den Besucherandrang in der Weihnachtszeit drosseln. Der Verband der lokalen Reiseleiter kritisierte den Schritt. Das Eintrittsgeld sei «von heute auf morgen und ohne Ankündigung» eingeführt worden. Besonders ärgerlich sei, dass Gäste nun zahlen müssten, selbst wenn sie lediglich ein Foto mit der Julia-Statue machen wollten.

Die Figur – ein Werk des italienischen Bildhauers Nereo Costantini – steht bereits seit den 1970er Jahren unter dem Balkon. Das Original wurde allerdings schon 2014 zum Schutz ins Haus gebracht und im Hof durch eine Kopie ersetzt. Ohnehin ist in der «Casa di Giulietta» («Haus der Julia») praktisch alles erfunden und nachgebaut. Eine gewisse Julia Capuleti hat dort nie gewohnt.

(TN)