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Hantavirus-Schiff verlässt Teneriffa
Die letzten Passagiere und Crewmitglieder der MV Hondius haben das Kreuzfahrtschiff am Montagabend (11. Mai 2026) unter strengen Sicherheitsvorkehrungen verlassen. Zwei Maschinen brachten die insgesamt 28 Menschen vom Flughafen Teneriffa Süd nach Eindhoven, wie der spanische TV-Sender RTVE berichtete.
Zunächst hob ein Passagierjet ab. An Bord waren 22 Besatzungsmitglieder verschiedener Nationalitäten. Beim zweiten Flugzeug handelte es sich um ein kleineres Sanitätsflugzeug, mit dem vier Australier, ein Neuseeländer und ein Brite ausreisten. Seit Sonntag wurden damit insgesamt 122 Personen von Bord gebracht und ausgeflogen.
Wegen zunehmend stürmischer Winde musste die Hondius dafür kurzfristig doch noch an einem Pier festgemacht werden. Die kanarische Regionalregierung hatte dies zuvor abgelehnt, weil befürchtet wurde, mit dem Hantavirus infizierte Mäuse könnten an Land gelangen. Spaniens Gesundheitsministerin Mónica García wies diese Sorge unter Berufung auf Experten zurück.
Nach Abschluss der Ausschiffung verliess die Hondius Teneriffa mit einer Restbesatzung in Richtung Rotterdam. Dort soll das Schiff gründlich desinfiziert werden. Ebenfalls an Bord befindet sich der Leichnam einer deutschen Passagierin, die bereits am 3. Mai auf See gestorben war. García sprach von einer «einzigartigen» und komplexen Rettungsaktion und lobte den Einsatz aller Beteiligten.