Flug

Definitiv Rauch an Bord der MS804

Die Ermittler gehen bei der Absturzursache nicht von einem Terrorakt aus.

Wochenlang dauerte die Suche nach den Stimmen- und den Datenrekorder der abgestürzten Maschine der Egypt Air. Der Datenrekorder zeichnet die letzten 30 Minuten der Gespräche zwischen den Piloten, den Funkverkehr sowie Kurs, Geschwindigkeit, Flughöhe oder Neigungswinkel der Maschine auf.

Die Flugschreiber wurden beim Absturz stark beschädigt, Spezialisten der französischen Flugunfall-Untersuchungsbehörde BEA konnten aber jetzt zumindest die Daten einer der beiden Flugschreiber wiederherstellen. Nun versuchen die Experten, auch den Stimmenrekorder zu reparieren.

Mehrmals war über eine mögliche Explosion an Bord spekuliert worden – gemäss aktuellen Erkenntnissen gebe es dafür aber offenbar keine Hinweise. Stattdessen hat die französische Staatsanwaltschaft jetzt Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Gegen einen Anschlag sprechen die Tatsachen, dass die Piloten keinen Notruf abgesetzt hatten und sich auch keine Terrorgruppe zu einem Anschlag bekannt hat.

Die ersten Daten wurden nun vom ägyptischen Luftfahrtministerium ausgewertet. Klar ist: Vor dem Absturz wurde Rauch an Bord der Maschine aufgezeichnet. Damit stimmen die Daten der Blackbox mit früheren Funknachrichten überein, die Rauch im vorderen Bereich des Flugzeugs und bei der Bordelektronik meldeten. De Wrackteile aus dem vorderen Bereich der Maschine wiesen Anzeichen von hohen Temperaturen sowie Russspuren auf, wie die Ermittler mitteilten.

(TN)