Trips & Travellers
Wirtin wirft Knauser-Touristinnen raus – Touristenflut überrollt Badeparadies
Kutscher spritzt Touristin nass
Ein Streit zwischen einer deutschen Touristin und einem Pferdekutscher in Palma de Mallorca sorgt für Aufsehen. Der Kutscher spritzte der Frau während einer Auseinandersetzung Wasser ins Gesicht. Videos davon verbreiteten sich anschliessend in den sozialen Medien. Nun hat sich Manuel Vargas, der gleichzeitig Vorsitzender des Kutschenverbandes ist, entschuldigt. «So lässt sich das Problem nicht lösen, und ich weiss, dass ich falsch gehandelt habe», sagte er. Gleichzeitig erhebt Vargas Vorwürfe gegen die Touristin. Sie habe den Kutschern Tierquälerei vorgeworfen und sie beleidigt. Zudem soll eine rassistische Äusserung gefallen sein. Unabhängig bestätigt ist diese Darstellung bislang nicht. Auslöser des Streits war offenbar die Frage, ob die Pferde ausreichend mit Wasser versorgt würden. Die Stadt Palma hat inzwischen ein Prüfverfahren eingeleitet. (Gelesen im «Mallorca Magazin»)
Restaurant verlangt Gebühr für nicht gegessenes Essen
In der dänischen Küstenstadt Køge gilt in einem All-you-can-eat-Restaurant eine ungewöhnliche Regel: Wer zu viel Fleisch auflädt und liegen lässt, muss extra bezahlen. Damit will das Restaurant Kulhuset der Lebensmittelverschwendung einen Riegel schieben. Konkret werden die Gäste zur Kasse gebeten, wenn nach dem Essen mehr als drei Fleischstücke auf dem Teller übrig bleiben. Für jedes weitere Stück werden 25 dänische Kronen fällig, umgerechnet gut drei Franken. Hintergrund sind Gäste, die beim Pauschalangebot grosse Mengen bestellten, aber längst nicht alles assen. Inhaber Mikail Øzcan zieht gegenüber dem dänischen Sender TV 2 Kosmopol eine positive Bilanz. Seit Einführung der Gebühr lande wesentlich weniger Fleisch im Abfall. Geld verdienen wolle er damit nicht. Ganz unumstritten ist die Regel allerdings nicht. Auf Social Media wird argumentiert, bei All-you-can-eat hätten die Gäste schliesslich bereits bezahlt. Øzcan hält dagegen: Das Konzept bestehe darin, so viel zu essen, wie man könne – «aber nicht darin, so viel wegzuwerfen, wie man kann». (Gelesen bei «Focus»)
Strandtag wird für Touristen zur Hölle
Anstehen statt Aussteigen: Am Balos Beach auf der griechischen Insel Kreta haben die Besuchermassen ein neues Ausmass erreicht. Bilder zeigen dicht gedrängte Menschen am Ufer und lange Schlangen. Zeitweise sollen Touristinnen und Touristen sogar auf ihren Ausflugsbooten festgesessen haben, weil sie wegen des Andrangs nicht an Land gehen konnten. Die Lagune im Nordwesten Kretas ist für ihr türkisfarbenes Wasser und die spektakuläre Landschaft bekannt. Gleichzeitig gehört Balos zu den meistfotografierten Orten der Insel. Nun sollen die Behörden über Gegenmassnahmen nachdenken. Im Raum steht laut Medienberichten eine Obergrenze von 1200 Besucherinnen und Besuchern gleichzeitig. Damit sollen sowohl die empfindliche Natur geschützt als auch die Sicherheit verbessert werden. (Gelesen im «Mirror»)
Knausrige Touristinnen müssen Restaurant verlassen
Zwei Aperitifs und eine Vorspeise für neun Euro: Mehr wollten zwei polnische Touristinnen in einem Restaurant in Cagliari auf Sardinien nicht bestellen. Für Wirtin Pamela Solinas war das zu wenig. Sie bat die beiden Frauen, das Lokal wieder zu verlassen. Gegenüber der «Nuova Sardegna» erklärt Solinas ihren Entscheid mit dem zunehmenden Spardruck in der Gastronomie. Ihr Betrieb sei ein Restaurant und keine Bar – mit entsprechend höheren Kosten. Gleichzeitig stellt sie fest, dass Feriengäste im Sommer 2026 deutlich zurückhaltender konsumierten. So komme es immer häufiger vor, dass sich vier Personen lediglich zwei Pizzen und einen Salat teilen. Um die Umsätze zu halten, müssten Tische entsprechend schneller neu besetzt werden. Davon hält Solinas wenig: Lieber bewirte sie weniger Tische, dafür Gäste, die in einem für ein Restaurant üblichen Umfang konsumierten. (Gelesen in «La Nuova Sardegna»)
Hunderte Stürze auf Ryanair-Treppen
Die ausklappbaren Bordtreppen gehören bei Ryanair zum vertrauten Bild. Doch ausgerechnet sie stehen nun im Fokus einer Untersuchung der italienischen Flugsicherheitsbehörde. Demnach ereigneten sich seit 2021 bei der Airline 489 Stürze auf Passagiertreppen. 360 davon – rund 73 Prozent – passierten auf den im Flugzeug integrierten Treppen. Die Sturzrate sei dort etwa dreimal höher als auf Treppen, die von Flughäfen bereitgestellt werden. Als mögliche Gründe nennt die Untersuchung die Bauweise. Die Treppe der Boeing 737 ist mit zwölf Stufen relativ schmal und steil. Im Vergleich zu herkömmlichen Flughafentreppen seien auch Trittflächen und Podest kleiner. Die Behörde sieht die Ursache allerdings nicht allein bei der Konstruktion. Auch Unachtsamkeit der Passagiere spiele eine Rolle. Ryanair wird empfohlen, Reisende beim Ein- und Aussteigen stärker zu überwachen und sie insbesondere daran zu erinnern, eine Hand für den Handlauf freizuhalten. (Gelesen in der «Daily Mail»)