Flug

Frankfurt bricht Nachtflugverbot zehn Mal häufiger als Zürich

In Frankfurt am Main gab es im 2015 durchschnittlich zwei Ausnahmegenehmigungen pro Nacht.

710 Ausnahmen vom Nachtflugverbot erteilte der Flughafen Frankfurt im vergangenen Jahr. Laut dem hessischen Wirtschaftsministerium sind das so wenig wie nie seit der Einführung des Verbotes im Jahr 2011.  Als Vergleich: Im Jahr 2014 betrug die Zahl der Ausnahmen 834. Auf den Tag gerechnet erteilte Frankfurt aber täglich zwei Ausnahmegenehmigungen. In Zürich herrschte schon wegen einer nicht für alle Bürger nachvollziehbaren Ausnahmegenehmigung dicke Luft.

Die Zahlen für Zürich für das letzte Jahr liegen gemäss Flughafensprecherin Sonja Zöchling noch nicht vor. Im 2014 betrug die Zahl der Ausnahmegenehmigungen aber 21 für Flüge in der Kategorie Polizei-, Militär- und Staatsflüge. Weitere 64 Genehmigungen wurden für Hilfs- und Rettungsflüge, mehrheitlich von der Rega, ausgesprochen. In Basel kennt man die Nachtflugsperre nicht. Dort wurden im Jahr 2014 insgesamt 8331 Nachtflugbewegungen registriert. 

Das Ministerium in Frankfurt erklärt, dass es ausser Vermessungsflügen und Notfällen im letzten Jahr keinen einzigen Start nach Mitternacht gegeben hatte. Die Mehrzahl der Ausnahmegenehmigungen für Starts zwischen 23 und 24 Uhr wurden dann auch nicht aufgrund Schnee und Eis, sondern wegen Gewittern im Juli und dem Sturmtief „Niklas“ im April erteilt. Weitere neun Ausnahmebewilligungen betrafen Sicherheitslandungen und medizinische Hilfsflüge (meist Organtransporte).

(TN)