Ferienland Schweiz
SBB fährt so pünktlich wie noch nie
Die Züge der SBB waren 2025 so zuverlässig unterwegs wie noch nie. 94,1 Prozent aller Personenzüge erreichten ihr Ziel pünktlich. Damit steigerte die SBB ihre Pünktlichkeit gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte, wie es in einer Mitteilung heisst. Besonders eindrücklich war der 28. Dezember 2025, der pünktlichste Tag in der Geschichte der SBB. An diesem Tag kamen 98,6 Prozent aller Züge rechtzeitig an.
Auf dem Weg zum Rekord trotzte die SBB einigen Herausforderungen. Im Jahr 2025 verkehrten rund 1600 Extrazüge zu Gross-Events wie dem Eurovision Song Contest oder der Frauenfussball-Europameisterschaft. Gleichzeitig belasteten grosse Baustellen den Betrieb, darunter die zeitweise Streckensperrung zwischen Bern und Fribourg.
Dass die Pünktlichkeit dennoch stieg, führt die SBB auf mehrere Faktoren zurück: das hohe Engagement der Mitarbeitenden, zuverlässiges Rollmaterial, eine stabile Infrastruktur – und nicht zuletzt auf einen ungewöhnlich milden Herbst. Auch die Kundenzufriedenheit blieb hoch. Besonders positiv bewerteten Reisende die Anschlusspünktlichkeit, die mit 98,6 Prozent nur minimal unter dem Vorjahreswert lag.
Tessin mit Dämpfer, Westschweiz im Aufwind
Regional zeigt sich ein differenziertes Bild. Im Tessin sank die Pünktlichkeit leicht, auf 92,1 Prozent. Hauptgründe waren Verspätungen aus Italien, Baustellen rund um Lugano und Melide sowie Streiks südlich der Grenze. Zusätzlich wirkte sich die Sperrung der Simplon-Strecke aus: Zahlreiche Güterzüge wurden über die Gotthard-Achse umgeleitet – mit Rekordverkehr im Gotthard-Basistunnel.
Ganz anders die Lage in der Westschweiz: Dort erreichte die Pünktlichkeit 93,4 Prozent und setzte damit den positiven Trend der letzten Jahre fort. Besonders erfreulich für Reisende: Die Anschlusspünktlichkeit lag mit 98,9 Prozent sogar über dem Schweizer Durchschnitt. Möglich machte das ein robusterer Fahrplan 2025, der Verspätungen besser abfedert.
Eine Baustelle bleibt der internationale Personenverkehr. Besonders aus Deutschland treffen Züge häufig verspätet in der Schweiz ein und beeinflussen so den Taktfahrplan. Um die Auswirkungen für Reisende zu minimieren, reagiert die SBB pragmatisch: Züge werden bei Bedarf an der Grenze gewendet, innerhalb der Schweiz kommen Ersatzzüge zum Einsatz.