Trips & Travellers
Hans Peter Riesen: «Am Nachholbedürfnis für Reisen in die USA zweifle ich nicht»
Die Geschichte von Para Tours begann 1996 durch einen Zufall: Ein Bekannter suchte für seine Kanutouren in Alaska einen Schweizer Partner. «So kam ich eigentlich zufällig auf die Wildnis», erinnert sich Hans Peter Riesen. Was als kleiner Nischenmarkt startete, entwickelte sich rasch zu einem Alaska-, Kanada- und Nordamerika-Spezialisten mit viel Expertise.
Im Podcast rekapituliert Riesen prägende Momente: Der Umzug in ein grösseres Ladenlokal in Wabern im Oktober 2001 – nur Wochen nach 9/11 und kurz vor dem Swissair-Grounding. «Das hat uns stark betroffen, aber wir haben die Eröffnungsfeier dennoch durchgezogen», blickt er zurück. Diese Entschlossenheit prägt das Unternehmen bis heute.
Zwischen Alaska-Wildnis und USA-Herausforderung
Nun steht der Spezialist vor neuen Herausforderungen. Während Kanada-Reisen boomen, verzeichnet das USA-Geschäft seit gut einem Jahr eine deutliche Delle. Die Nachfrage ist eingebrochen, teils durch politische Unsicherheiten und Sorgen vor Einreisehürden, die Riesen aus eigener Erfahrung jedoch nicht bestätigen kann. «Wir wollen und können Politik nicht mit dem Reisen vermischen», betont er im Talk. Der Gesamtumsatz liegt aktuell 15 bis 20 Prozent unter dem Vorjahr. Dennoch bleibt er optimistisch: Krisen im USA-Markt seien zyklisch, das Nachholbedürfnis der Kunden unbestritten.
Über die Jahre hat Riesen Alaska 40 bis 50 Mal besucht. «Die Destination hat mich gepackt, mir den Ärmel reingenommen», schwärmt er. War das Unternehmen anfangs auf Kanugäste fokussiert – die ihre ersten Versuche auf der Aare absolvierten –, umfasst das Angebot heute ein breites Spektrum, das die Saison deutlich verlängert hat.
Trotz des erreichten Pensionsalters bleibt Hans Peter Riesen dem Unternehmen erhalten, auch wenn er seine Präsenz im Sommer reduzieren will. Im Podcast klärt er zudem die Frage, warum ein Spezialist nicht einfach auf andere Märkte ausweichen kann, ohne seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. Erfahren Sie, warum die unmittelbare Begegnung mit der Natur, ob im Kanu oder im Wohnmobil, für ihn das Beste bleibt – und weshalb er an die Zukunft der Nordamerika-Reisen glaubt.