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Rauch drang aus den oberen Stockwerken des Gebäudekomplexes. Bild: Youtube.

36 Tote bei Angriff auf Hotel in Manila

Ein Mann schoss im Casino des Gebäudekomplexes «Resorts World Manila» um sich und legte anschliessend Feuer: 36 Menschen sollen erstickt sein, zahlreiche haben sich bei der Flucht aus dem Gebäude verletzt.

Im Hotel «Resorts World Manila» in Manila/Philippinen sind gestern Abend Schüsse gefallen und Explosionen seien zu hören gewesen. Aus den oberen Stockwerken drang Rauch. Die philippinische Polizei berichtet von einem Einzeltäter und schliesst einen terroristischen Hintergrund aus.

Der Täter stürmte offenbar kurz vor Mitternacht mit einem Schnellfeuergewehr bewaffnet ins Casino des Gebäudekomplexes, in dem auch ein Hotel sowie ein Einkaufszentrum untergebracht sind. Er zielte auf Bildschirme, Fernseher und setzte Spieltische in Brand. Auf Menschen soll der Mann nicht gezielt haben. Augenzeugen berichteten zunächst von einem Angriff mehrerer Täter. 100 Personen flüchteten aus dem Gebäude, etwa 70 verletzten sich dabei - einige sprangen aus Fenstern in den oberen Stockwerken.

Als die Polizei kam, soll der Mann auf die Polizisten geschossen und sich danach in ein Zimmer des Hotels geflüchtet haben. Dort wurde er dann tot aufgefunden. Mehrere Stunden später fand die Polizei in der Hotelanlage mindestens 36 Leichen – die Menschen sollen erstickt sein. Manilas Polizeichef Oscar Albayalde sprach vom «Werk eines Verrückten». Es könnte sich beim Täter um einen Spielsüchtigen handeln, der sich am Casino rächen wollte. Der Mann habe 226‘000 Dollar Geldchips aus dem Casino entwendet.

Über die Identität der Toten wurden noch keine Angaben gemacht. Das «Resorts World Manila» schreibt auf Twitter:

Obschon der «Islamische Staat» (IS) den Angriff für sich reklamierte,  sagt der Polizeichef der Philippinen Ronald dela Rosa, dass es keine Hinweise auf einen Terrorakt gebe. Der Täter habe keine Menschen angegriffen.

In der Stadt Marawi im Süden der Philippinen liefern sich etwa 500 islamistische Rebellen seit über einer Woche einen Kampf gegen die Armee. Für Mindanao wurde das Kriegsrecht ausgerufen.

(TN)