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Lockt jedes Jahr Tausende Zuschauer an: Songkran. Bild: youtube.com

Songkran: Das thailändische Neujahrsfest forderte 442 Verkehrstote

Das sind 21 Prozent mehr als im letzten Jahr.

Thailands Strassen sind gefährlich. Nach der Statistik der Weltgesundheitsbehörde WHO registriert das Land täglich 39 Verkehrstote. Songkran, das mehrere Tage dauernde traditionelle Neujahrsfest nach dem Mondkalender, scheint es besonders in sich zu haben: Während dieser Tage schwankt die Zahl der Toten zwischen 45 und 79.

Dass es dieses Jahr mit insgesamt 442 erheblich mehr Todesopfer waren als zu Songkran 2015 (364) führt Transportminister Arkhom Termpittayapaisith darauf zurück, dass gegenüber dem Vorjahr mehr Menschen mit dem Auto in die Feiertage fuhren. Öffentliche Transportmittel wie Busse und Bahnen sollen 6,8 Prozent weniger Fahrgäste befördert haben. Die Betreiber hätten mit 10 Prozent mehr Passagieren gerechnet.

In Thailand sind immer mehr Menschen motorisiert, aber nur wenige kennen die Strassenverkehrsordnung. Das Road Safety Directing Centre hat nun die Verkehrsbilanz für Songkran vorgelegt: 442 Tote (gegenüber 2015 + 21,4 Prozent), 3656 Verletzte (+ 2,7 Prozent) und 3447 Unfälle. (+ 2,2 Prozent). Die meisten Todesopfer wurden in Bangkok und Nakhon Ratchasima registriert, Hauptunfallursachen waren Alkohol am Steuer (34 Prozent) und überhöhte Geschwindigkeit (33 Prozent). An über 80 Prozent der Unfälle waren Motorradfahrer beteiligt.

(TN)