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Seit 1852 macht das duftende Safranbrot Cuchaule AOP mit Kilbi-Senf den Auftakt zum Kilbi-Menu «Bénichon». Bild:

Oh du vielseitiges Fribourg!

Die zweisprachige Stadt Freiburg hat eine äusserst interessante Geschichte. Tolle Wanderungen, viel Kulinarik und traditionelle Feste hat die Region ebenfalls zu bieten – wir stellen euch Freiburg genauer vor.

Fribourg hat eine Fläche von 1.670 km2, ein schwarz-weisses Kantonswappen und 318‘714 Einwohner. Doch der Kanton Fribourg ist noch so viel mehr als nur Fakten und Zahlen. In diesem Westschweizer Kanton wird nämlich Kunst sehr gross geschrieben und er muss sich mit seiner wunderschönen Schwarzsee-Region definitiv nicht verstecken. Auch kulinarisch hat Fribourg einiges zu bieten. Kennt ihr beispielsweise das typische Kilbi-Menu Bénichon? Der Herbst beginnt und Fribourg ist bereit dafür.

Wer das Maximum aus einem Ferientag im Kanton Freiburg herausholen will, plant den Sonnenaufgang auf dem Moléson. Am Sonntagmorgen (bis 1. November) geht’s per Spezialfahrt mit der Stand- und Luftseilbahn auf den Balkon der Westschweiz. Auf 2002 Metern Höhe beobachten die Frühaufsteher das allmähliche Aufleuchten der Gipfel vom Berner Oberland, Mont Blanc, Jura und der Weiten des Drei-Seen-Landes. Wenn das Wetter mitspielt, fahren die Moléson-Bahnen übrigens bis zum Start der Wintersaison jedes Wochenende. Wer sich nach dem Sonnenaufgang auf Wanderwege begibt, findet diverse offene Gaststätten. In der Region Freiburg ist man stolz, die aussichtsreichen Bergrestaurants und gemütlichen Alpbeizlis vielerorts bis Ende Oktober offen zu halten. Übersicht der geöffneten Restaurants verschafft man sich hier.

Doch nicht nur die Moléson-Bahnen verlängern ihre Saison, auch andere Bergbahnen der Region Freiburg verlängern ihre Herbstsaison. Weitere Informationen zu den offenen Bergbahnen im Herbst, findet man hier.

Sehenswerte Ausflugsziele

Schwarzsee

In Schwarzsee lockt die Sesselbahn bis 1. November zum Ausflug auf die Riggisalp (1485 m.ü.M.). Wanderer, Spaziergänger, Biker, aber auch Gleitschirmflieger finden hier ins Hoch. Die neueste Attraktion ist der Spielplatz «Drachenland Kaiseregg», gleich neben dem Aussichtsrestaurant. Ein imposanter Drachen lädt zum Klettern und Rutschen ein, aber auch Balancierstege, Wippdrachen und manches mehr sorgt für fröhliche Action. Gäste ab dem 80. Geburtstag fahren übrigens gratis auf die Riggisalp.

Charmey

Die Bergbahn TéléCharmey fährt bis 27. September und während der Herbstferien vom 18. Oktober bis 1. November täglich (dazwischen nur am Wochenende) auf den Vounetse. Dort bietet das Gipfelrestaurant «Les Dents Vertes» den schönsten Panoramablick ins Herz der Region La Gruyère, aber auch Sonntagsbrunch bis 15.00 Uhr und Themenabende (freitags Grilladen, samstags Tartar). Adrenalin statt Kalorien gibt’s im Abenteuerpark von «Charmey Aventures» (Wochenenden bis Ende Oktober). Hier startet man in den Kletterpark, ins Tal der 15 Seilrutschen, auf Schatzsuche oder zur Trottinettfahrt. Das Kontrastprogramm, nämlich pure Entspannung, geniesst man in der Bäderlandschaft des «Les Bains de la Gruyère» in Charmey.

Hausberg «La Berra»

In der Deutschschweiz wenig bekannt ist Freiburgs Hausberg «La Berra» (1719 m ü.M.). Das kleine, aber feine Erholungs- und Sportgebiet bietet eine spektakuläre Aussicht über den Greyerzersee und weit über das Drei-Seen-Land, den Jura, die Freiburger Voralpen bis zu den schneebedeckten Berner Alpen. Vom Gipfelrestaurant «Buvette La Berra» lässt sich in einem panoramareichen Spaziergang etwa das Bergrestaurant «La Gîte d’Allières» erreichen. Biker freuen sich über das vielseitige Mountainbike-Gelände und die zwei Downhill-Pisten mit je 600 Höhenmetern, aber auch über den kostenlosen Pumptrack bei der Talstation. Die Kombi-Bahn fährt bis 1. November (ab Mitte September nur Mittwoch bis Sonntag, plus Bettag, 21. September) und befördert auch Bikes.

Und die Stadt Fribourg?

Kann bei solch spannenden Angeboten, in der Höhe Fribourgs, auch die Stadt mithalten? Ja, kann sie! Gerne stellen wir euch auch hier einige Aktivitäten vor, welche ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

«Frÿburg 1606» und das Brunnenspiel

Stadtwanderer erwartet Neuland in Freiburgs Altstadt. Der Visioguide «Frÿburg 1606» entführt auf eine Zeitreise ins Jahr 1606. Dank Augmented Reality erlebt man längst verschwundene Befestigungsanlagen, 360° Ansichten von damals und begegnet Menschen in ihrem Alltag anno 1606. Start zum rund dreistündigen Abenteuer ist bei Freiburg Tourismus, wo man ein Tablet mieten kann oder sich die App «Frÿburg 1606 AR» aufs Smartphone lädt. Oder ihr begebt euch, ohne den Visioguide, auf eine Such nach den Schätzen von Fribourg und macht beim Brunnenspiel mit, denn in der Stadt gibt es elf spätmittelalterliche Brunnen aufzufinden.

Jean Tinguely-Muesum

Interessantes Museum von Jean Tinguely und seiner Frau, Niki de Saint Phalle. Es gibt viel zu sehen von Tinguelys bewegender Kunst. Das Paar hat den Beginn des 20. Jahrhunderts geprägt. Gewusst? Tinguely ist in Fribourg, Bulle, geboren.

St. Nikolaus Kathedrale

Die wunderschöne, von 1283-1490 erbaute, Kathedrale hat einen 74 Meter hohen Turm mit 365 Stufen, welcher einen tollen Aussicht über Fribourg bietet. Eine Legende erzählt, der Turm hätte noch viel höher werden sollen, wäre das Geld vorhanden gewesen.

Kulinarische Highlights trotz Kilbi-Absage

Eigentlich fänden am 21. und 26. September sowie am 3. Oktober 2020 die bekannten, beliebten und farbenfrohen Alpabzüge statt. Auch das berühmte Winzerfest in Vully vom 18. - 20. September, genauso wie die grossen Kilbi-Feiern der Region Fribourg wurden dieses Jahr abgesagt. Schade können diese Veranstaltungen nicht stattfinden, denn auch kulinarisch sind diese Feste immer sehr wichtig. Nun kann man statt an der Kilibi, Zuhause das vorbereitete Bénichon-Menu geniessen. Denn neu gibt es das Bénichon-Menu in vielen Fleischfachgeschäften im Kanton Freiburg als vakuumverpacktes Set zum Mitnehmen. Das für vier Personen vorgesehene Mahl beinhaltet Kohlsuppe, Schinken, Saucisson, Speck, Kohl, Karotten, Kartoffeln und AOP-Büschelibirnen. Das Kilbi-Menu-Set zum Mitnehmen ist eine Initiative von Terroir Fribourg und dem Metzgermeisterverband des Kantons Freiburg, um die Kilbi trotz der Absage der Festlichkeiten rund um diese grossartige Tradition am Leben zu erhalten. Wer das legendäre Bénichon-Menu gerne in einem Restaurant verkosten möchte, findet hier diverse Optionen.

Ein Must für Gourmets ist der Trüffelmarkt in Murten, der am 21./22. November 2020 stattfindet. Im idyllischen Städtchen am Murtensee ist man kulinarischen Genüssen ohnehin nie abhold. Die Restaurantdichte ist einzigartig, das Angebot reicht vom gediegenen Fischrestaurant bis zur rustikalen Kellerbeiz. Selbstverständlich werden auch die Weine des nahen Mont Vully zelebriert.

(NIM)