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Schweizerinnen und Schweizern wird der Einstieg auf die Mein-Schiff-Flotte von TUI Cruises derzeit verweigert. Bild: MikePScott

TUI Cruises und Costa verbannen Schweizer von ihren Schiffen

Aufgrund der hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus hierzulande dürfen Schweizerinnen und Schweizer nicht mehr mit TUI Cruises und Costa Crociere verreisen.

Gleich zwei für den Schweizer Markt wichtige Reedereien verbannen Schweizerinnen und Schweizer von ihren Kreuzfahrtschiffen: Die Deutsche Reederei TUI Cruises sowie die italienische Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere. «Es ist korrekt, dass wir aktuell Gästen aus der Schweiz keine Reise an Bord der Mein Schiff Flotte ermöglichen können. Bei einem Aufenthalt in einem internationalen Risikoland können wir leider keine Mitreise ermöglichen. Diese zusätzliche Vorsichtsmassnahme betrifft bis auf Weiteres alle Länder, die eine höhere Infektionsrate aufweisen, als Deutschland», sagt Godja Sönnichsen, Director Communications von TUI Cruises gegenüber Travelnews. Die Reederei bezieht sich hierbei auf die Informationen vom Robert-Koch-Institut. Betroffen sind auch Personen, welche sich 14-Tage vor der Abreise in der Schweiz aufgehalten haben.

Ähnlich sieht es bei Costa aus: «Wir haben die aktuelle Situation aufmerksam beobachtet und bewertet und ihre Entwicklung führte zu zusätzlichen restriktiven Massnahmen. Daher haben wir uns in unserem Verantwortungsbewusstsein vorerst entschlossen, die Einschiffung jener Nationalitäten bis Ende November zu beschränken, deren Infektionsrate höher ist als in Italien – dazu zählt derzeit auch die Schweiz – wie aus der offiziellen Quelle des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC - European Centre for Disease Prevention and Control) hervorgeht», bestätigt ein Sprecher von Costa Crociere auf Anfrage.

Ob Costa den «Travel Ban» für Schweizerinnen und Schweizer ab Dezember wieder aufheben wird, ist nicht bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass dieser solange bestehen bleibt, bis unsere Infektionszahlen ein tieferes Niveau erreichen als Italien. TUI Cruises merkt durch die neuen Restriktionen kaum Auswirkungen auf das Geschäft, «da die Schweizer Gäste längerfristig buchen und wir die aktuellen ‹Blauen Reisen› sehr kurzfristig vermarkten», so Sönnichsen weiter.

Die Reedereien haben umfassende Schutzkonzepte entwickelt, um die Kreuzfahrten auch in Zeiten von Corona sicher zu machen. Dazu gehören bei Costa beispielsweise zwei Coronavirus-Tests vor der Einschiffung: Ein PCR-Test im Heimatland, der nicht älter sein darf als 72 Stunden, sowie ein Antigen-Schnelltest, welcher vor Ort im Hafenterminal unmittelbar vor dem Betreten des Schiffs gemacht wird. Das Risiko, dass dennoch ein Corona-Positiver an Bord gelangt, ist also sehr gering. TUI Cruises verlangt derzeit auf den Kanaren-Kreuzfahrten ein negatives PCR-Testergebnis. Der Ergebnis muss bereits vor der Abreise vorliegen. Ist es da wirklich noch notwendig, Nationalitäten von den Schiffen zu verbannen? MSC Kreuzfahrten sieht das etwas anders. Die Reederei plant nicht, Schweizerinnen und Schweizer aufgrund der hohen Infektionszahlen nicht mehr an Bord ihrer Schiffe reisen zu lassen: «So etwas ist bei MSC nicht geplant», sagt Dominik Gebhard, Head of PR (DACH) auf Anfrage von Travelnews.

(NWI)