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Touristinnen und Touristen sollen für den Besuch des Kölner Doms künftig Eintritt bezahlen. Bild: Adobe Stock

Kölner Dom plant Eintritt für Touristen

Der Kölner Dom gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Künftig sollen Touristinnen und Touristen Eintritt zahlen, um die finanzielle Situation der Kathedrale zu entlasten.

Der Kölner Dom will künftig Eintritt von Touristinnen und Touristen verlangen. Wie Dompropst Guido Assmann laut der Nachrichtenagentur Kathpress sagte, soll die Massnahme in der zweiten Jahreshälfte eingeführt werden, um die finanzielle Situation der Kathedrale zu verbessern.

«Wir müssen unsere eigene Einnahmenseite steigern», so Assmann. Die Höhe des Eintrittspreises steht noch nicht fest. Derzeit wird ein Konzept erarbeitet, wie die Gebühr praktisch umgesetzt werden könnte. Für Gottesdienste sowie für Menschen, die im Dom beten möchten, soll der Zugang weiterhin kostenlos bleiben.

Hintergrund ist eine wachsende Finanzierungslücke. Im Jahr 2024 lagen die Ausgaben des Doms bei rund 14,2 Millionen Euro, während die Einnahmen etwa 14 Millionen Euro betrugen. Damit übersteigen die Kosten für Betrieb und Unterhalt die verfügbaren Mittel.

Der Kölner Dom zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und zieht jedes Jahr rund sechs Millionen Besucherinnen und Besucher an. Kirchen sind in Deutschland grundsätzlich frei zugänglich, doch für spezielle Angebote wie Turmbesteigungen oder Schatzkammern wird vielerorts bereits Eintritt verlangt.

(TN)