Business Travel

So tief waren die Hotelpreise in Rom noch selten. Bild: Fotolia

Stats Roms Hotelpreise fallen in den Keller, die in Moskau explodieren

Denise Weisflog

Genf und Zürich gehören zu den fünf teuersten Städten der Welt. Die Währung hat einen grossen Einfluss auf das HRG-Ranking.

Am tiefsten müssen Business Travellers in Moskau in die Taschen greifen. Dies zeigt die aktuelle Hotelstudie des Geschäftsreisedienstleisters HRG, die die weltweiten Zimmerpreise im ersten Halbjahr 2015 analysiert. Auf den Plätzen zwei bis drei befinden sich New York City und San Francisco, die Schweizer Städte Genf und Zürich liegen auf den Rängen vier und fünf. Gleich dahinter folgen Hongkong, Lagos, Sydney, Paris und Rio de Janeiro.

31 der internationalen Top-Städte verzeichnen im ersten Halbjahr 2015 höhere Zimmerpreise, fünf befinden sich auf Vorjahresniveau und in 15 Metropolen sind die Übernachtungstarife im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 gesunken.

Die markantesten Preiserhöhungen (in Lokalwährung) zeigen Moskau (+59,65 Prozent) und Sydney (+15,65 Prozent). Von den stärksten Preisnachlässen (in Lokalwährung) gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 profitieren Geschäftsreisende in Rom (-14,75 Prozent) und in Aberdeen (-14,52 Prozent). Die massive Erhöhung in Moskau ist vor allem auf den gestiegenen Wechselkurs zum GBP zurückzuführen, der die Zimmerraten in lokaler Währung verteuert. Rom wiederum leidet unter erhöhten Hotelkapazitäten und einer schlechten Wirtschaftssituation.

Starker Franken beeinflusst Schweiz

Die Studie zeigt, dass die Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar nachhaltige Auswirkungen auf den Franken und somit auf den durchschnittlichen Zimmerpreis in den Schweizer Städten hat. Die Folge ist ein leichter Abstieg der Hoteltarife. Im Ranking verzeichnen Genf und Zürich in der Lokalwährung mit einem durchschnittlichen Übernachtungstarif von 285.07 CHF (-8,65 Prozent) respektive 283.93 CHF (-5,3 Prozent) ein leichtes Minus zum Vorjahr.

Daraus resultierend hat Genf im globalen Ranking im Vergleich zu 2014 einen Platz verloren und ist von Rang drei der teuersten Städte auf Rang vier gerutscht. Teurer wurde dagegen die Stadt Basel, die mit einem Plus von 2,13 Prozent im globalen Durchschnittstarif auf Platz 14 liegt. Laut den Verfassern lässt sich die halbjährliche Hotelstudie als Wirtschaftsbarometer lesen. HRG habe mehr Hotelübernachtungen als im vergangenen Jahr gebucht, was auf eine erhöhte Geschäftsreisetätigkeit hinweise.