Trips & Travellers

Touristenmagnet Santorini: Die südliche Ägäis führt das europäische Ranking mit 127 touristischen Übernachtungen pro Einwohner an. Bild: Adobe Stock

Diese Regionen sind Europas extremste Touristen-Hotspots

In einigen europäischen Ferienregionen kommen auf jeden Einwohner Dutzende touristische Übernachtungen. Eine aktuelle Auswertung zeigt, wo die Tourismusdichte am höchsten ist.

In einigen europäischen Ferienregionen erreichen die Besucherzahlen Dimensionen, die weit über der einheimischen Bevölkerung liegen. Eine Auswertung von Eurostat-Daten zeigt laut der britischen Zeitung «The Independent», wo besonders viele touristische Übernachtungen auf vergleichsweise wenige Einwohner kommen.

An der Spitze stehen zwei griechische Inselregionen. Für die südliche Ägäis mit den Kykladen und dem Dodekanes – darunter bekannte Ferieninseln wie Santorini und Rhodos – weist die Statistik rund 127 touristische Übernachtungen pro Einwohner aus. Insgesamt kamen 2024 rund 41,5 Millionen Logiernächte auf lediglich etwa 327'000 Einwohner.

Auf Rang zwei folgen die Ionischen Inseln mit beliebten Ferienzielen wie Korfu und Zakynthos. Dort wurden gut 20,5 Millionen Übernachtungen gezählt. Bei rund 200'000 Einwohnern entspricht das 103 Logiernächten pro Kopf.

Auch Mitteleuropa ist vertreten

Mit deutlichem Abstand folgt Südtirol. Die italienische Ferienregion kommt auf knapp 69 touristische Übernachtungen je Einwohner. Fast gleichauf liegt die kroatische Adriaküste mit 67 Übernachtungen. Dort konzentriert sich ein grosser Teil des Tourismus auf die Küstenorte und Städte wie Dubrovnik und Split.

Auf Platz fünf folgen die Balearen mit Mallorca, Menorca und Ibiza. Dort kamen 2024 knapp 60 touristische Übernachtungen auf jeden Einwohner. Gerade auf den Balearen hat die hohe Besucherzahl in den vergangenen Jahren zunehmend für Spannungen gesorgt. Auch diesen Sommer gingen auf Mallorca wieder Tausende Menschen gegen die Folgen des Massentourismus auf die Strasse.

Auf den weiteren Plätzen folgen Kreta, Tirol, die Algarve, die Kanarischen Inseln und das Salzburger Land. Die Zahlen sind allerdings zurückhaltend zu interpretieren. Eurostat zählt nicht die Zahl der Touristen, sondern Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben. Ein Feriengast, der eine Woche bleibt, schlägt somit mit sieben Übernachtungen zu Buche. Zudem basiert die Rangliste auf den von der EU definierten «kleinen Regionen» mit in der Regel 150'000 bis 800'000 Einwohnern.

Am anderen Ende der Skala steht Mayotte, die französische Überseeregion im Indischen Ozean. Dort wurden 2024 lediglich rund 167'000 touristische Übernachtungen registriert, umgerechnet etwa eine halbe Übernachtung pro Einwohner.

Hier ist die Tourismusdichte am grössten:

  1. Südliche Ägäis.
  2. Ionische Inseln.
  3. Südtirol.
  4. Kroatische Adriaküste.
  5. Balearen.
  6. Kreta.
  7. Tirol.
  8. Algarve.
  9. Kanarische Inseln.
  10. Salzburger Land.

(RSU)