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Sprachschul-Riese EC English ist pleite
Der internationale Sprachschulanbieter EC English hat nach 35 Jahren seinen Betrieb eingestellt. Das Unternehmen gab die Schliessung sämtlicher 25 Sprachschulen in sieben Ländern bekannt. Unterricht und Geschäftsbetrieb wurden mit sofortiger Wirkung eingestellt. Betroffen sind Standorte in Kanada, Irland, Malta, Südafrika, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Grossbritannien und den USA.
Bereits am 10. September hatte EC seine Vertriebspartner informiert, dass weltweit vorerst keine neuen Sprachschüler anreisen sollten. Als Grund nennt EC schwierige finanzielle Bedingungen. Versuche, zusätzliches Kapital oder neue Investoren zu gewinnen, blieben erfolglos. Nach Angaben des Branchenportals «Study Travel Network» werden für die Gesellschaften nun je nach Land Insolvenz-, Administrations- oder Abwicklungsverfahren eingeleitet.
Verbände suchen Ersatzschulen
Für zahlreiche Sprachschüler stellt sich nun die Frage, wie sie ihren bereits begonnenen oder gebuchten Aufenthalt fortsetzen respektive antreten können. In mehreren Ländern haben Branchenverbände Hilfsprogramme aktiviert. English UK sucht beispielsweise Ersatzplätze für Schülerinnen und Schüler der geschlossenen Schulen in London, Cambridge, Brighton und Manchester.
Konkrete Zahlen liegen aus Kanada vor. Dort waren bei Bekanntgabe der Schliessung 375 Schüler an den Standorten Toronto und Vancouver eingeschrieben. Weitere rund 40 waren von der bereits zuvor angekündigten Schliessung in Montréal betroffen.
EC English wurde 1991 auf Malta gegründet und entwickelte sich zu einem der international bekannten Anbieter für Englisch-Sprachaufenthalte. Die Schliessung betrifft neben den Sprachschülern auch Mitarbeitende, Vermittler und zahlreiche internationale Vertriebspartner.