Trips & Travellers

Bewachte Strände spielen eine zentrale Rolle in Italiens Strategie für mehr Sicherheit am Meer. Bild: Adobe Stock

Hier sind Europas sicherste Strände

Kein anderes grosses Ferienland Europas verzeichnet gemäss einer aktuellen Auswertung so wenige tödliche Badeunfälle wie Italien.

Für viele Schweizerinnen und Schweizer gehören Italiens Strände zu den beliebtesten Sommerzielen. Nun liefert der italienische Strandbetreiberverband ein weiteres Argument: Gemäss einer neuen Auswertung weist Italien unter den grossen europäischen Feriendestinationen die tiefste Sterblichkeitsrate durch Ertrinken auf.

Mit 5,7 Todesfällen pro Million Einwohner liegt das Land deutlich unter Spanien (11,2), Frankreich (10,8), Kroatien (33,8) und Griechenland (38,3). Auch der europäische Durchschnitt von 11,1 wird klar unterschritten. Grundlage der Zahlen sind die aktuellsten verfügbaren Daten der Statistikbehörde Eurostat.

Die Zahlen sind umso bemerkenswerter, als Italien mit rund 59 Millionen Einwohnern jedes Jahr etwa 180 Millionen touristische Übernachtungen an seinen Küsten verzeichnet. Hinzu kommen zig Millionen Tagesausflügler. Trotz dieses enormen Besucheraufkommens registriert das Land laut der Studie jährlich lediglich rund 338 tödliche Ertrinkungsunfälle. Zum Vergleich: In Frankreich sterben jedes Jahr rund 737 Menschen durch Ertrinken – mehr als in jedem anderen europäischen Land.

Rettungsschwimmer als Erfolgsfaktor

Als Hauptgrund für die hohe Sicherheit nennen die Autoren das dichte Netz bewachter Strandbäder. In Italien ist jeder Strandbetrieb verpflichtet, während der Öffnungszeiten Rettungsschwimmer bereitzustellen. An vielen Küstenabschnitten ergänzen Rettungstürme im Abstand von rund 150 Metern die Überwachung.

Mit verschiedenen Massnahmen wollen die Initianten die Zahl der Badeunfälle weiter senken. Geplant sind verstärkte Informationskampagnen, mehr Präventionsarbeit sowie zusätzliche Rettungsschwimmer an öffentlichen, unbewirtschafteten Strandabschnitten. Denn gerade dort ereignen sich laut der Studie fast doppelt so viele Unfälle wie an bewachten Strandbädern.

(TN)