Trips & Travellers
Farrah Mettler: «Ich ticke bei der Work-Life-Balance etwas anders als die meisten»
Sie wollte Event-Managerin werden, gelandet ist sie in der Reisebranche. Farrah Mettlers Weg dorthin verlief alles andere als geradlinig: Nach einer KV-Lehre in der Beauty-Branche führte sie erst ein Umweg über die Höhere Fachschule für Tourismus IST zu ihrer heutigen Rolle bei Tourasia. Ausgerechnet das ursprünglich angestrebte Event-Management verlor während der Ausbildung an Reiz. Dafür öffnete sich mit einem Praktikum beim Asienspezialisten eine neue Tür. Eine, die sie bis heute nie mehr ganz geschlossen hat.
Inzwischen arbeitet Mettler seit insgesamt rund sieben Jahren für Tourasia – unterbrochen nur von einem kurzen Abstecher in die Tech-Welt. Sie ist nicht nur Marketingchefin, sondern auch ein bekanntes Gesicht innerhalb der Branche, zuletzt etwa als Young Talent auf der Mitgliederreise des Schweizer Reise-Verbands (SRV).
Gleichzeitig lebt sie einen Arbeitsstil, der nicht ganz ins klassische Bild passt: Mettler ist regelmässig unterwegs – Laptop inklusive. «Ich arbeite oft auf Reisen», sagt sie in der aktuellen Ausgabe des «Travel News Talk». Ganz bewusst sogar. «Ich ticke bei der Work-Life-Balance etwas anders als die meisten», so Mettler. Lieber unterwegs den Überblick behalten, als nach Wochen vor einer überquellenden Mailbox zu sitzen.
Ein Reisejahr zum Vergessen – mit Humor genommen
Gerade dieses Jahr zeigt allerdings, dass selbst Vielreisende nicht vor Rückschlägen gefeit sind. Kaum hatte das Jahr begonnen, platzte eine geplante Gruppenreise auf die jemenitische Insel Sokotra – annullierte Flüge aufgrund von Sicherheitsrisiken machten die Reise zunichte. Kurz darauf der nächste Versuch: Elfenbeinküste. Das E-Visum blieb aus, doch mit Hartnäckigkeit und etwas Glück schaffte sie es trotzdem ins Land.
Und als wäre das nicht genug, folgte auf dem Rückweg aus Brasilien die nächste Geduldsprobe. Ein Schneesturm legte den Flugverkehr in New York lahm, der Heimflug wurde mehrfach gestrichen. Drei Tage strandete Mettler in der Metropole. «Ich regte mich gar nicht mehr darüber auf», sagt sie und lacht. «Es passte einfach zu meinem bisherigen Reisejahr.»
Im Podcast spricht Farrah Mettler auch darüber, was sie zwingend braucht, um auf Reisen glücklich zu sein, warum Tourasia ein Rebranding anstösst und weshalb es ihr wichtig ist, sich nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern in der gesamten Branche aktiv einzubringen.