Future
Schluss mit Gratis-Tischen im Flieger?
Wer im Flugzeug sitzt, klappt früher oder später den kleinen Tisch vor sich herunter – für den Kaffee, das Handy oder den Laptop. Doch das könnte sich künftig ändern. Der deutsche Sitzhersteller Recaro arbeitet an einem neuen Konzept für Economy-Class-Sitze, das vor allem bei Billigairlines Interesse wecken dürfte.
Die Idee: Statt eines fest verbauten Klapptisches erhalten die Sitze lediglich einen schmalen Einschubschlitz, in den verschiedene Module eingesetzt werden können, etwa ein Getränkehalter, ein Smartphone- oder Tablet-Halter oder ein kleines Tischchen, wie das Aviatik-Portal «Aerotelegraph» berichtet.
Die sogenannte «Plugin-Table-Solution» zeigte Recaro auf einer Fachmesse in Hamburg. Die präsentierten Elemente stammen aus dem 3D-Drucker und sollen vor allem eines sein: möglichst leicht. Weniger Gewicht an Bord bedeutet geringeren Treibstoffverbrauch – und damit tiefere Kosten sowie weniger Emissionen.
Nach Angaben von André Frischknecht, bei Recaro verantwortlich für neue Technologien und leichte Produkte, könnten Airlines die einzelnen Module künftig als Zusatzleistungen verkaufen. Passagiere würden dann vor dem Flug auswählen, welche Elemente sie nutzen möchten. Besonders Low-Cost-Carrier könnten darin eine neue Einnahmequelle sehen.
Noch gibt es allerdings keine Airline, die das Konzept einsetzen will. «Die Airlines haben noch Respekt davor, den Tisch wegzulassen», sagt Frischknecht. Angesichts steigender Treibstoffpreise und des zunehmenden Drucks, Gewicht einzusparen, könnte sich das jedoch ändern.