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A350 der Swiss muss notlanden
Der Swiss-Flug LX123 von Seoul nach Zürich musste heute um 9.47 Uhr (Schweizer Zeit) ausserplanmässig in Almaty landen. Die Notlandung in Kasachstan erfolgte aufgrund eines medizinischen Notfalls des Co-Piloten. Der brandneue Airbus A350-941 mit der Kennzeichnung HB-IFB war bereits rund sieben Stunden unterwegs, als der Transpondercode 7700 aktiviert wurde, der eine Luftnotlage signalisiert.
An Bord befanden sich 227 Passagiere und 14 Crewmitglieder. Glücklicherweise waren auch drei Ärzte unter den Passagieren, die dem Piloten medizinische Hilfe leisten konnten. Die Crew entschied sich auf Empfehlung der Ärzte, den Flug nach Almaty umzuleiten, damit der Pilot rasch die notwendige medizinische Versorgung erhält.
Die ungeplante Landung hat für die Passagiere und ihre Reisepläne erhebliche Auswirkungen. Für die Passagiere werde die bestmögliche Lösung gesucht, wie die Swiss in einer Mitteilung schreibt. Ob ein Weiterflug stattfinden kann oder die Passagiere auf andere Flüge umgebucht werden, ist noch offen.
Update, 12.55 Uhr: Der erkrankte Co-Pilot wurde in Begleitung eines weiteren Crew Members unverzüglich in Spitalpflege gebracht. Die Swiss-Fluggäste sowie die anderen Crewmitglieder werden in Almaty in Hotels untergebracht. Ein zusätzlicher Pilot wird heute nach Almaty reisen.
Weiter teilt die Swiss mit: «Zur aktuellen Crew vor Ort gehören trotz des medizinischen Notfalls des Kollegen zwei weitere Piloten. Dennoch kann der Flug aus regulatorischen und sicherheitsrelevanten Gründen nicht heute Mittwoch fortgesetzt werden. Die beiden Kollegen sind Kapitäne und im Cockpit sind die Rollen und Sitzpositionen klar definiert. Bestimmte Abläufe, Handgriffe und Verfahren müssen regelmässig auf der jeweiligen Position trainiert werden, damit sie in kritischen Situationen sicher ausgeführt werden können. Deshalb benötigt es für den Weiterflug einen entsprechend qualifizierten Piloten auf dem rechten Sitz des Co-Piloten. Zusätzlich muss jederzeit auch die gesetzlich vorgeschriebene maximale Einsatzzeit eingehalten werden. Selbst wenn die Cockpit Crew den Flug hätte fortsetzen können, wäre diese Zeit aufgrund des Zwischenstopps überschritten worden und ein Flug bis Zürich wäre nicht möglich gewesen.»
Weiter bedauert die Swiss die ungeplante Landung in Almaty und dass der notwendige Aufenthalt vor Ort zu Unannehmlichkeiten für die Fluggäste führt und Auswirkungen auf ihre Reisepläne hat. Gleichzeitig bittet die Airline um Verständnis, dass die Gesundheit und das Wohlbefinden des Kollegen in dieser Situation oberste Priorität habe. «Unsere Teams tun ihr Möglichstes, um alle Betroffenen in dieser ausserordentlichen Situation zu unterstützen. Sie informieren unsere Fluggäste proaktiv über das weitere Vorgehen.»
Nach Ankunft des zusätzlichen Piloten und sobald die Crew die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit eingehalten hat, wird der Flug nach Zürich fortgesetzt. Aktuell rechnet die Swiss mit einer Abflugzeit in Almaty um 1.45 Lokalzeit in der Nacht von Donnerstag auf Freitag und der Ankunft in Zürich am Freitagmorgen, 8. Mai, um 6.30 Uhr. Somit beläuft sich der ungeplante Aufenthalt auf rund 38 Stunden.
Update, 8. Mai: Der A350 der Swiss ist am Freitag, 8. Mai, um 06:45 Uhr unter der Flugnummer LX7123 sicher nach Zürich zurückgekehrt. An Bord befanden sich 221 Fluggäste sowie 13 Crewmitglieder. Sechs Fluggäste haben ihre Reise von Almaty anderweitig fortgesetzt. Alle Passagiere an Bord waren Fluggäste des ursprünglichen Fluges LX123 von Seoul nach Zürich.
Der erkrankte Co-Pilot befindet sich weiterhin in Almaty. Ein Besatzungsmitglied ist ebenfalls mit ihm vor Ort geblieben. «Wir stehen in engem Austausch mit ihm und sind erleichtert und sehr froh, dass er wohlauf ist», so die Swiss in einer Mitteilung.