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Tuzla-Flüge von Chair: ein neues Tor zum Balkan
Reto SuterDas kommt auch bei grossen Airlines nur ganz selten vor: Innerhalb von nur sechs Tagen nimmt die Ferienfluggesellschaft Chair Airlines gleich vier neue Destinationen ab Zürich in ihr Streckennetz auf.
Am Mittwoch (8. Juli 2026) stand der Erstflug in die portugiesische Metropole Porto auf dem Programm. Gestern Donnerstag folgten die Premieren in die albanische Hauptstadt Tirana und nach Tuzla, die drittgrösste Stadt von Bosnien und Herzegowina. Am kommenden Montag folgt der Erstflug nach Patras in Griechenland.
Travelnews war auf dem Premierenflug nach Tuzla mit dabei. Der Airbus A319 verliess Zürich mit rund 20 Minuten Verspätung und landete pünktlich um 18.15 Uhr in der Universitätsstadt.
Am Ziel wartete der traditionelle Wassersalut der Feuerwehr. Auch sonst war die Ankunft des Chair-Fliegers ein grosses Happening. Flughafenverantwortliche und Politiker posierten vor der Maschine fleissig für Fotos. Auch ein örtliches Fernsehteam war am Flughafen, der von der Grösse her an Altenrhein am Bodensee erinnert, vor Ort.
Neue Verbindung für die Diaspora – und für Entdecker
Chair fliegt Tuzla im Sommer jeweils donnerstags und sonntags an. Darüber hinaus sind rund um Weihnachten und Neujahr vier zusätzliche Flüge geplant. Die Strecke richtet sich in erster Linie an die grosse bosnische Diaspora in der Schweiz und im süddeutschen Raum. Allein in der Schweiz leben schätzungsweise rund 60'000 Menschen mit Wurzeln in Bosnien und Herzegowina.
Doch auch für Individualreisende eröffnet die neue Verbindung spannende Möglichkeiten. Tuzla eignet sich als Ausgangspunkt für Rundreisen durch Bosnien und Herzegowina – etwa nach Sarajevo, Mostar oder in den Una-Nationalpark. Auch Ziele in Kroatien, Montenegro oder Serbien sind gut erreichbar. Selbst Slowenien und Ungarn lassen sich mit dem Mietwagen in eine grössere Rundreise einbinden.
Möglich wurde die Expansion durch den fünften Airbus der Flotte, einen A320, den Chair Airlines im Juni übernommen hat. Noch nicht umgesetzt werden konnten dagegen die geplanten Verbindungen nach Beirut und Vlora. Während die Lage im Nahen Osten Flüge in den Libanon derzeit verhindert, fehlt dem neuen Flughafen von Vlora in Albanien noch die notwendige Zertifizierung für den internationalen Betrieb.