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Auf Koh Samui wird das Leitungswasser derzeit rationiert. Die Behörden reagieren damit auf die anhaltende Trockenheit und den hohen Wasserverbrauch. Bild: Unsplash / Marius Kriz

Koh Samui kämpft mit Wasserknappheit

Auf der thailändischen Ferieninsel Koh Samui wird das Leitungswasser knapp. Wegen anhaltender Trockenheit und einer zu geringen Versorgung vom Festland wird die Wasserversorgung derzeit rationiert.

Koh Samui kämpft erneut mit Wasserknappheit. Nach Angaben der Provincial Waterworks Authority (PWA) hat die anhaltende Trockenheit, verstärkt durch das Wetterphänomen El Niño, die Trinkwasserproduktion auf rund 40 Prozent der üblichen Kapazität sinken lassen.

Die Unterwasserleitung vom Festland liefert täglich rund 16'000 Kubikmeter Wasser, benötigt werden laut «Bangkok Post» jedoch etwa 34'000 Kubikmeter. Deshalb stellen die Behörden das Leitungswasser seit dieser Woche nur noch abwechselnd in verschiedenen Versorgungszonen bereit. Bevölkerung und Unternehmen werden aufgefordert, Wasser sparsam zu nutzen und sich auf vorübergehende Unterbrüche einzustellen.

Hotels und grössere Betriebe kaufen zusätzlich Wasser, das per Tanklastwagen auf die Insel gebracht wird. Auch höher gelegene Unterkünfte müssen mit Einschränkungen bei der Wasserversorgung rechnen.

Koh Samui hat Hochsaison

Neu ist das Problem nicht. Bereits in den Jahren 2023 und 2024 führten schwere Engpässe dazu, dass in einigen Gebieten tagelang kaum oder gar kein Wasser mehr aus den Leitungen floss. Die Regierung will nun die Fördermenge über die Unterwasserleitung erhöhen, eine defekte Wasseraufbereitungsanlage reparieren und die Wasserversorgung langfristig ausbauen.

Besonders ungünstig kommt die Entwicklung, weil Koh Samui derzeit Hochsaison hat. Während im Juli und August an der Andamanensee mit Ferienzielen wie Phuket die Regenzeit viele Gäste abschreckt, herrscht im Golf von Thailand auf Koh Samui sowie den Nachbarinseln Koh Phangan und Koh Tao meist trockenes und sonniges Wetter. Entsprechend gut sind die Hotels ausgelastet.

Auf der Insel leben rund 70'000 Menschen, während sich in der Hochsaison zusätzlich schätzungsweise 400'000 bis 500'000 Feriengäste und Arbeitskräfte dort aufhalten. Für dieses Jahr werden mehr als vier Millionen Besucherinnen und Besucher erwartet.

(TN)