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Neuseeland rüstet sich für Zyklon
Zyklon Vaianu nimmt Kurs auf die Nordinsel Neuseelands und dürfte am Wochenende mit voller Wucht auf Land treffen. Meteorologen erwarten teils extreme Niederschläge. Innerhalb von nur 18 bis 24 Stunden könnten lokal über 200 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, wie das staatliche Radio «RNZ» berichtet.
Besonders betroffen sein dürfte eine Zone östlich von Auckland bis zur Bay of Plenty. Entscheidend ist dabei die genaue Zugbahn des Sturms. Schon kleine Verschiebungen können darüber entscheiden, welche Regionen die stärksten Winde abbekommen.
Neben Starkregen warnen Experten vor schweren Sturmböen, hohen Wellen und Sturmfluten. Gerade die Kombination dieser Faktoren macht Vaianu so gefährlich. Küstenregionen müssen mit Überflutungen und Erosion rechnen, im Landesinneren drohen Erdrutsche und Überschwemmungen. Besonders kritisch ist die Lage, weil die Böden vielerorts bereits stark durchnässt sind.
Auch die Windrichtung spielt eine Rolle. Böen aus ungewohnten Richtungen erhöhen das Risiko für umstürzende Bäume und Stromausfälle. Behörden bereiten sich deshalb auf ein Szenario mit weitreichenden Schäden vor. Strassen könnten unpassierbar werden, ganze Regionen zeitweise abgeschnitten sein.
Die Behörden haben bereits reagiert. Für die gesamte Nordinsel gelten Warnungen vor starkem Wind, vielerorts auch vor heftigem Regen. Einsatzkräfte und Versorger stehen bereit, zusätzliche Teams wurden mobilisiert.
Reisenden wird geraten, die Lage genau zu verfolgen und ihre Pläne flexibel zu halten. Der Sturm soll zwar rasch weiterziehen und bis Montag abklingen. Die Auswirkungen könnten jedoch noch länger spürbar bleiben.