Trips & Travellers

Nach einem Flug von London-Heathrow nach Los Angeles sorgten mit THC versetzte Süssigkeiten für einen medizinischen Zwischenfall bei mehreren Crew-Mitgliedern von British Airways. Bild: BA

Cannabis-Gummibärchen legen Crew lahm – Ekel-Eklat im Flugzeug

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Lokal in Wien verhängt strengen Dresscode

Wer dieses Billard-Lokal in der österreichischen Hauptstadt Wien betreten will, sollte sich gut überlegen, was er anzieht. Der Betreiber hat einen strikten Dresscode eingeführt: Jogginghosen, Hoodies, Kappen und sogar Sonnenbrillen sind tabu. Ein grosses Schild am Eingang lässt daran keinen Zweifel. Der Wirt begründet die Massnahme mit dem aus seiner Sicht nachlassenden Auftreten vieler Gäste. Dabei beruft er sich auf ein bekanntes Zitat von Karl Lagerfeld, wonach Menschen in Jogginghosen die Kontrolle über ihr Leben verloren hätten. Mit seinem konsequenten Kurs eckt der Wirt durchaus an – doch offenbar nicht bei allen. Besonders ältere Stammgäste würden die strengeren Regeln begrüssen. Ein Blick auf Online-Bewertungen zeigt allerdings auch Kritik: Einige Besucher bemängeln den Ton des Managements und sprechen von übertriebenen Vorschriften. (Gelesen bei «Heute»)

Süssigkeiten mit Folgen für eine Crew von British Airways

Ein vermeintlich harmloses Geschenk hat für Aufregung bei einer Crew von British Airways gesorgt. Nach einem Flug von London-Heathrow nach Los Angeles verteilte ein Passagier Süssigkeiten an das Kabinenpersonal. Doch die entpuppten sich später als Cannabis-Gummibärchen mit einem hohen THC-Gehalt. Mehrere Crew-Mitglieder konsumierten die Süssigkeiten nach der Landung und wurden kurz darauf von starken Symptomen überrascht. Drei Flugbegleiter mussten ins Spital eingeliefert werden, nachdem sie von panikartigen Zuständen und einem Gefühl des Kontrollverlusts berichtet hatten. Die Airline reagierte umgehend: Die gesamte Crew wurde für den Rückflug abgezogen und durch ein Ersatzteam ersetzt. Die betroffenen Mitarbeitenden kehrten erst Tage später als Passagiere nach Hause zurück. Laut Airline gibt es keine Hinweise darauf, dass das Personal wusste, was es zu sich nahm. Disziplinarische Konsequenzen drohen daher nicht. Gleichzeitig läuft eine Untersuchung, um den Passagier ausfindig zu machen, der die mit Drogen versetzten Gummibärchen verteilt haben soll. (Gelesen in der «Sun»)

Albtraum-Erfahrung im Flugzeug

Ein Flug der australischen Airline Qantas von Melbourne nach Auckland endete für einen Passagier in einem Albtraum. Er musste neben einem offenbar schwer erkrankten Mitreisenden Platz nehmen, der sich wenig später heftig übergab und ihn dabei vollständig traf. Statt umgesetzt zu werden, sei er laut eigenen Angaben angewiesen worden, angeschnallt im verschmutzten Bereich sitzen zu bleiben, während der kranke Fluggast in eine saubere Zone verlegt wurde. Vom Geruch und der Situation überfordert, verliess der Betroffene das Flugzeug noch vor dem Abflug und entsorgte seine verdreckte und übel riechende Kleidung. Qantas entschuldigte sich zunächst schriftlich für den «inakzeptablen» Vorfall, lehnte jedoch eine Kostenerstattung mit dem Hinweis ab, die Ursache liege ausserhalb der Kontrolle der Airline. Nach öffentlicher Kritik ruderte die Fluggesellschaft später zurück und erklärte, der Fall sei intern falsch bearbeitet worden. Inzwischen habe man sämtliche Auslagen erstattet. (Gelesen in der «Daily Mail»)

Terroralarm wegen Lausbubenstreich

Was als harmloser Handy-Scherz gedacht war, hätte auf dem Wizz-Air-Flug W9530 von London nach Tel Aviv beinahe für einen internationalen Sicherheitsalarm gesorgt. Auslöser war ein WLAN-Name auf einem Smartphone. Der Name enthielt das arabische Wort für «Terrorist». Ein Passagier wollte sein Handy mit dem Bordnetz verbinden und stiess auf den alarmierenden Hotspot-Zugang. Sofort wuchs an Bord die Angst vor einem Anschlag. Die Crew informierte den Zielflughafen Ben Gurion, der umgehend reagierte: Kampfflugzeuge stiegen auf, um den Airbus über dem Mittelmeer zu begleiten. Nach der Landung warteten bereits Dutzende Polizisten und Sicherheitskräfte, die Passagiere und Gepäck kontrollierten. Spürhunde durchsuchten das Flugzeug gründlich. Doch die vermeintliche Gefahr entpuppte sich als Kinderstreich: Ein minderjähriger Passagier hatte kurz vor dem Start den WLAN-Namen auf dem Handy seiner Eltern geändert, auf jenes arabische Wort für «Terrorist». (Gelesen im «Blick»)

Gepäckstreit auf Mallorca eskaliert

Am Flughafen Flughafen Palma de Mallorca ist ein Streit über Handgepäck komplett aus dem Ruder gelaufen. Ein südamerikanischer Passagier rastete beim Check-in der Billigairline Ryanair aus und griff einen Mitarbeiter tätlich an. Auslöser soll gewesen sein, dass sein Koffer nicht den vorgeschriebenen Massen entsprach und zusätzliche Gebühren drohten. Augenzeugen zufolge beschimpfte der Mann zunächst das Bodenpersonal, bevor er plötzlich zuschlug und dem Angestellten mehrere Zähne ausschlug. Auch ein heftiger Kopfstoss folgte, bei dem sich der Angreifer selbst verletzte. Kurze Zeit später trafen Beamte der Guardia Civil ein, überwältigten den Angreifer und legten ihm Handschellen an. Der verletzte Mitarbeiter musste medizinisch versorgt werden. (Gelesen im «Mallorca Magazin»)

(RSU)