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Iran-Krieg bringt Ferienpläne durcheinander

Von abgesagten Ferien bis zu ungewissen Flugverbindungen und steigenden Kosten: Der Iran-Krieg verändert die Reisepläne vieler Schweizerinnen und Schweizer. Bild: TN

«Man überlegt sich zweimal, ob man den sicheren Hafen, den wir hier haben, verlassen will oder nicht», sagt eine Passantin. Travelnews war in Zürich unterwegs und wollte von Passantinnen und Passanten wissen, inwiefern der Iran-Krieg ihre diesjährigen Reisepläne beeinflusst.

Ende Februar griffen Israel und die USA den Iran an. Seither tobt im Nahen und Mittleren Osten ein Krieg, dessen Ende derzeit nicht absehbar ist. Die Eskalation wirkt sich auch auf die Reisepläne von Schweizerinnen und Schweizern aus – insbesondere bei Destinationen in der Region oder in Asien.

Noch immer sitzen Menschen in betroffenen Gebieten fest. Gleichzeitig stehen jene, die ihre Ferien noch buchen möchten, vor schwierigen Entscheidungen: Wohin kann und will man überhaupt noch reisen? Wichtige Drehkreuze in Richtung Asien, wie Doha, Dubai oder Abu Dhabi, sind geschlossen oder nur teilweise in Betrieb.

Nach Tunesien umgebucht

Die Situation bleibt unvorhersehbar und kann sich innert weniger Stunden ändern. Die Unsicherheit über die Lage spiegelt sich auch in den Aussagen der befragten Passantinnen und Passanten in Zürich wider. Reisen in die unmittelbare Region, etwa nach Jordanien, können nicht angetreten werden. Zwei Befragte berichten, dass sie ihre Ferien dorthin komplett abgesagt oder nach Tunesien umgebucht haben.

Auch Fernreisen sind betroffen: Eine Passantin erzählt, dass ihre geplante Reise nach China und Japan auf der Kippe steht. «Der Hinflug klappt, aber beim Rückflug sind wir uns nicht sicher. Wir wissen nicht, ob wir die Reise stornieren sollen.»

Der Konflikt beeinflusst aber nicht nur Reisen mit dem Flugzeug. Auch wer mit dem Auto verreist, spürt die Folgen des Konflikts: Ein Passant, der stets mit dem Auto in die Ferien fährt, erklärt, dass steigende Benzinpreise seine Ferienplanung in diesem Jahr beeinflussen könnten.

(MLD/GWA)