Travel Tech

willi_philippe2.jpg
TrekkSoft-CEO Philippe Willi hofft auf ein wieder normalisiertes Tourismusbusiness im Jahr 2022. Bild: HO

TrekkSoft Gruppe hält sich gut

Der Berner Oberländer Technologieanbieter TrekkSoft verzeichnet einen Umsatzeinbruch vom 30 Prozent – schliesst aber mit schwarzen Zahlen ab.

In den letzten Jahren ging es stetig bergauf. Die Trekksoft-Gruppe mit Sitz in Matten b. Interlaken profitierte vom Trend der vielen Individualtouristen, die einen Bungee-Jump, einen Kanutrip, ein Eintrittsticket oder eine Pub-Tour während der Reise buchen möchten. Für Hotels oder andere Leistungsträger bietet TrekkSoft die passende Software, um mit wenigen Klicks Zusatzgeschäft in diesem Bereich zu generieren.

Die TrekkSoft Gruppe mit den Tochtergesellschaften DigiTickets Ltd., Waldhart Software GmbH und MyObis Booking Systems GmbH erzielte im 2020 auf Gruppenstufe einen Umsatz von 6,4 Millionen Franken  und einen knapp positiven EBITDA. Die vom internationalen Tourismus abhängigen Gruppengesellschaften verzeichneten Umsatzrückgänge von bis zu zwei Dritteln.

Bei einem online Aussenumsatzvolumen von gegen 170 Millionen Franken (- 30 Prozent) erzielte die Gruppe mit den 6,4 Millionen Franken Innenumsatz ein den Umständen entsprechend gutes Resultat bei knapp positiven EBITDA. Insbesondere die Gruppengesellschaften DigiTickets Ltd mit Sitz in Exeter, welche sich auf Buchungslösungen für Themenparks und Attraktionen in England und Irland spezialisiert hat, sowie auch die Firma Waldhart Software GmbH, welche Marktführer im Bereich Skischul Software ist, erzielten erfreuliche Resultate in Anbetracht der schwierigen Herausforderung im Tourismus, meldet Trekksoft.

2022 zurück aufs Niveau von 2019

«Unsere Kunden, welche ein starkes Geschäft mit Einheimischen abwickeln konnten, selbst bei einer verkürzten Hauptsaison, konnten gute bis akzeptable Ergebnisse erzielen», sagt Philippe Willi, CEO und Mitgründer der TrekkSoft Gruppe aus. Dafür mussten die Bereiche, welche sich an internationale Gäste richten, stark leiden und die Umsatzeinbussen waren sehr hoch. In diesem Bereich verringerte sich das Aussenumsatzvolumen um bis zu 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

«Wir hoffen, dass der internationale Tourismus bereits im 2021 zumindest teilweise zurück kommt und dann im 2022 sich auf das Niveau von 2019 zurück erholen wird», führt Philippe Willi weiter aus.

Beim Verhalten der Touristen konnte eindeutig festgestellt werden, dass die Gäste mehr online buchen. Dies u.a. aufgrund verschiedener Vorgaben bezüglich Kapazitäten. Das über das Channel Management abgewickelte Volumen sank signifikant von 31 Millionen im 2019 auf 6,4 Millionen im 2020 - im Channel Management werden Buchungen über verschiedene Distributionskanäle wie GetYourGuide, TripAdvisor und Expedia abgewickelt von verschiedenen touristischen Leistungsträgern.

(TN)