Tourismuswelt

Marriott-CEO appelliert an Trump

In einem offenen Brief macht sich Arne Sorenson unter anderem für die elf Millionen Einwanderer stark.

Der CEO von Marriott International, Arne Sorenson, wendet sich via LinkedIn in einem offenen Brief an Donald Trump. Darin bittet er den neuen Präsidenten der USA, die Rechte der Minderheiten und diejenigen der LGBT-Community aufrecht zu erhalten und seine Ankündigung, illegale Einwanderer auszuschaffen, nicht umzusetzen.

«Während Millionen für Sie gestimmt haben, weil sie Ihre Ideen teilen, stimmten Millionen für Sie, obwohl sie nur mit einigen Ihrer Ideen übereinstimmen oder auch einfach nur, weil sie die Alternative nicht gemocht haben. Die Regierung geht es nichts an, was wir in unseren Schlafzimmern oder Badezimmern machen. Jeder hat unabhängig von seiner sexuellen Orientierung oder Identität das Recht, ohne Einmischung in sein Privatleben zu leben. Ebenso sollten alle, egal welchem Geschlecht, welcher Rasse, Religion oder ethnischer Herkunft sie angehören, die gleiche Chance haben, einen Job zu bekommen, ein Unternehmen zu gründen oder Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.»

Sorenson weist auf dringende Massnahmen hin, die lebenswichtig seien, um das Wirtschaftswachstum zu fördern: Darunter fallen Infrastruktur, Einwanderungsreform und Steuerreform.

«Ich höre oft Beschwerden über unsere Infrastruktur»

«Sie wissen so gut wie ich, um den traurigen Zustand unserer Strassen, Brücken, Autobahnen und Flughäfen. Sie haben versprochen, etwas dagegen zu tun. Als Leiter eines Unternehmens, das weltweit tätig ist und Millionen von Reisenden bedient, höre ich oft Beschwerden über unsere Infrastruktur. Unser Land ist wirtschaftlich benachteiligt aufgrund unserer jämmerlich veralteten und verfallenen Infrastruktur.»

Auch die von Trump angekündigte Mauer zu Mexiko sowie die Verschärfung der Grenzkontrollen sind Thema in Sorensons Brief: Natürlich müssten die USA sicherstellen, dass die  Grenzen sowie Flughäfen sicher seien. Eine Wand sei allerdings unklug. Sorenson schreibt: «Die Stärkung der Grenzen sollte nicht dazu führen, dass wir Amerika für Reisende aus der ganzen Welt schliessen. Die 75 Millionen ausländischen Besucher, die wir jedes Jahr begrüssen, sorgen für mehr als zwei Millionen Arbeitsplätze in den USA. Wir sollten auch weiterhin Reisende aus dem Ausland willkommen heissen.»

Und auch zu den illegalen Einwanderer hat Sorenson eine Meinung: «Lassen Sie uns geeignete Massnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass diese 11 Millionen Menschen dabei helfen, Amerika stärker zu machen und zwar indem sie Steuern zahlen und wir diesen Menschen ermöglichen, sich aktiv einzubringen. Wir müssen ihnen Weiterbildungen ermöglichen und einen Weg finden, wie sie ihr Leben produktiv in den USA leben können. Unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft profitiert von den Einwanderern – wir wollen schliesslich nur die besten und talentiertesten Mitarbeiter, egal, woher sie kommen.»

Den gesamten Brieft gibt's hier.

(TN)