Tourismuswelt

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Jede Krise hat irgendwann ein Ende. Bild: K. Mitch Hodge

Cruise Center lanciert KMU-Aktion – Etihad fliegt wieder nach Zürich – Tausende Entlassungen bei Airlines

Die jüngsten Neuigkeiten zur Coronavirus-Krise: Diese Auswirkungen hat die Pandemie auf die Reisewelt.

Cruise Center unterstützt KMU's

Der Kreuzfahrtspezialist Cruise Center AG mit seinen 20 Mitarbeitenden bekommt die Corona-Krise wie zahlreiche andere Kleinunternehmen aus anderen Branchen direkt zu spüren. Die Verantwortung und das Risiko, welches die kleinen Firmen tragen müssen, ist gross. Um die kleinen Unternehmen zu unterstützen, hat der Kreuzfahrt-Profi die Aktion «Meer Heimat» ins Leben gerufen. Für jede neu gebuchte Kreuzfahrt-Reise wird automatisch ein Gutschein im Wert von 50 Franken ausgestellt, der bei einem Geschäft nach Wahl mit maximal 21 Mitarbeitenden eingelöst werden kann. Ab einem Buchungswert von über 5000 Franken beträgt der Gutschein-Wert 100 Franken.

Etihad bietet im Mai Spezialflüge nach Zürich an

Am 24. März gab Etihad Airways mit Sitz in Abu Dhabi bekannt, dass die Flugverbindungen zwischen der Metropole und der Schweiz vorübergehend stillgelegt werden. Nun fährt sie den Betrieb langsam wieder hoch, und fliegt Zürich an ausgewählten Daten im Mai wieder an. Demnach fliegt die Airline jeweils am 1., 3., 8., 10., 15., 17., 22., 24., 29. und 31. nach Zürich. Die Strecke Abu Dhabi - Genf wird weiterhin ausgesetzt.

Etihad Airways fliegt im Mai weitere internationale Destinationen ab Abu Dhabi an. Darunter Amsterdam, Barcelona, Brüssel, Frankfurt, Jakarta, Kuala Lumpur, London Heathrow, Manila, Melbourne, Seoul Incheon, Singapur, Tokyo Narita, Dublin und New York. Die Flüge können über die Website, die Mobile App oder über das Reisebüro gebucht werden.

Bessere Kommission bei MSC Cruises - aber Stillegung bis 10. Juli

Die Flotte von MSC Cruises ist neu bis zum 10. Juli stilllgelegt. Des Weiteren gab das Unternehmen heute bekannt, dass die Buchungen aller Gäste, die derzeit bei MSC Cruises zwischen dem 11. Juli und dem 30. September 2020 gebucht sind, von verlängerten Umbuchungsmöglichkeiten profitieren.

In einem Schreiben an die Reisebüros vertieft derweil Sebastian Selke, Geschäftsführer MSC Cruises Schweiz, nochmals die Wichtigkeit des stationären Vertriebs und kündigt an, dass MSC eine zusätzliche Provision von 5% auf alle eingelösten Gutscheine gewährt, zusätzlich zur Standardprovision und geltend für Einzelbuchungen (FIT). Für Kreuzfahrten, die storniert wurden, bietet MSC aktuell ein zukünftiges Kreuzfahrtguthaben (FCC) in Form eines Gutscheins an, der dem Wert des aktuellen Kreuzfahrtpakets entspricht, das bereits an MSC Cruises bezahlt wurde. Diesem wird zusätzlich ein grosszügiges Bordguthaben, das je nach Länge der stornierten Kreuzfahrt variiert, hinzugefügt. Ungenutztes Guthaben wird am Ende der Kreuzfahrt rückerstattet. Der Gutschein kann nur für eine Transaktion für zukünftige Abfahrten bis zum 31. Dezember 2021 verwendet werden.

Genève Aéroport sichert Finanzierung mit 300 Millionen Franken

Um die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auszugleichen, hat der Flughafen Genf eine Anleiheemission mit einem Volumen von 300 Millionen über einen Zeitraum von drei Jahren lanciert. Diese Kapitalmarktfinanzierung wurde gemeinsam mit der Credit Suisse, der Zürcher Kantonalbank und der Banque Cantonale de Genève durchgeführt. Somit ist die Finanzierung gesichert und die Wiederaufnahme des Betriebes gewährleistet. Aktuell verzeichnet der Airport pro Tag nur noch rund 20 Flugbewegungen und einige hundert Passagiere.

ETI sagt Reisen bis 15. Mai ab

Alle bei Express Travel International gebuchten Reisen mit Abreisedatum bis 15. Mai 2020 werden vom Veranstalter abgesagt. Kunden können den Trip entweder kostenfrei annullieren oder auf ein späteres Reisedatum bis 31. Oktober 2021 umbuchen. Es gilt der jeweilige Preis des entsprechenden, neuen Reisetermins. Falls die Reise bereits vollständig bezahlt ist, offeriert ETI einen Reisegutschein im Wert von 120 Prozent des bezahlten Betrages. Dieser ist bis 30. April 2021 gültig.

Cathay Pacific passt Stornierungs- und Ticketänderungsrichtlinien an

Kunden welche eine Flugreise mit Cathay Pacific gebucht haben, können ihre Reisedaten kostenlos und unbegrenzt ändern oder ein neues Reiseziel wählen. Dies ist für Tickets möglich, die ursprünglich am oder vor dem 23. März 2020 ausgestellt wurden und bis zum 30. Juni 2020 abgeschlossen gewesen wären. Somit erhalten Kunden die Flexibilität, Flüge für Reisen bis zum 30. Juni 2021 auszuwählen. Für neue Tickets, die zwischen dem 9. März 2020 und dem 30. Juni 2020 erworben werden, hat die Airline das (sorgen)frei-Angebot erweitert, um unbegrenzte Änderungen bis zu einem Jahr nach dem Kauf zu ermöglichen. Darüber hinaus können unsichere Kunden ihre Tickets gegen Cathay Credits eintauschen und diese für eine Buchung zu einem späteren Zeitpunkt verwenden. Dies ist für Tickets möglich, die am oder vor dem 23. März 2020 ausgestellt wurden und mit einem ursprünglichen Reisezeitraum zwischen dem 17. März und dem 30. Juni 2020 datiert sind. Sobald die Tickets in Cathay Credits umgetauscht wurden, können Reisende bis 31. Dezember 2020 die neue Buchung bis spätestens 30. Juni 2021 abschliessen. Cathay Pacific verzichtet auf Stornierungsgebührungen für Buchungen, die vom Coronavirus betroffen sind. Weitere Informationen finden Sie hier.

Happy birthday Hotelplan

Heute feiert Hotelplan 85 Jahre Bestehen. 1935 hatte Migros-Übervater Gottlieb Duttweiler die Idee, dem «Normalbürger» Ferien zu ermöglichen, weshalb Hotelplan ins Leben gerufen wurde. Der Rest ist bekanntlich Geschichte.

Edgar Eberle lädt zum Korsika-Stammtisch

Es ist nie zu früh, von der nächsten Reise zu träumen. Das hat sich auch Edgar Eberle gedacht, der seit 10 Jahren als Tourenführer für Rhomberg-Reisen und das Feriendorf Zum Störrischen Esel auf Korsika unterwegs ist. Insel-Fans können nun bequem von Zuhause aus an der Stammtisch-Runde teilnehmen und sich von Herr Eberle für den nächsten Trip inspirieren lassen.

Folgende Termine und Themen stehen zur Auswahl:

Reka Feriendörfer öffnen per 15. Mai 2020

Die Schweizer Reisekasse Reka hat beschlossen, ihre Ferienanlagen in der Schweiz per 15. Mai 2020 wieder zu öffnen. Der zur Reka-Gruppe gehörende Swiss Holiday Park in Morschach öffnet ebenfalls per Mitte Mai. Um die Sicherheit der Mitarbeitenden und Reisenden zu gewährleisten, wurde ein Schutzkonzept erarbeitet. So erfolgt der Eintritt in die Hallenbädern und Fitnesseinrichtungen kontingentiert, damit der zwei Meter Abstand gewährleistet werden kann. Im Gastrobereich gibt es vorwiegend Take-away-Angebote, der Rekalino Club bleibt noch geschlossen. Im Swiss Holiday Park sind die Bäder vorerst nur für Aufenthaltsgäste zugänglich, die Restaurants bieten neben den normalen Angeboten für die Hotelgäste auch Take-away-Verpflegung an, und der Shop öffnet mit eingeschränkten Betriebszeiten. Outdoorangebote wie der Waldpark, der Erlebnishof Fronalp oder die Detektiv-Trails sind offen. Die Indoor- und Wellnessanlagen bleiben vorerst geschlossen.

Schweizer wollen lokales Business unterstützen

Bei zukünftigen Reisen will jede zweite Schweizerin und jeder zweite Schweizer kleine Hotels und Pensionen im In- und nahen Ausland unterstützen, wie eine Umfrage vom 31. März des Online-Reiseportals Ebookers ergeben hat. Gemäss der gleichen Umfrage dürften Reisen in der Schweiz insgesamt an Beliebtheit gewinnen: Ein Drittel der Befragten gibt an, ihre Ferien nach der Corona-Krise häufiger in der Schweiz verbringen zu wollen. 24 Prozent möchten vermehrt Reiseziele in Europa besuchen. Die Lust nach Langstreckenreisen hingegen scheint vielen etwas vergangen: 35 Prozent geben an, dass sie weniger Langstreckenreisen oder Aufenthalte in Überseedestinationen buchen wollen. Rund ein Viertel (27 Prozent) glaubt, dieses Jahr weniger zu verreisen und ein Drittel wird die Ferien in Zukunft kurzfristiger buchen.

Die aktuelle Krise hat auch Einfluss auf das Sicherheitsbedürfnis: 48 Prozent der 1001 Befragten gibt an, in Zukunft eine Reiseversicherung abschliessen zu wollen. Darüber hinaus planen 18 Prozent in den kommenden Monaten mehr Geld für Reisen auszugeben und ein Drittel plant mehr Feiertage ein - wohl und die verpassten Ferien nachzuholen. Hoch im Kurs dürften in Zukunft auch Familienferien sein: 27 Prozent planen nach der Krise Generationen-Ferien. Dies könnte damit zusammenhängen, weil das Bedürfnis nach Kontakt mit Familienmitgliedern und Grosseltern nach der Zeit in der Isolation gestiegen ist.

Entlässt SAS die Hälfte der Angestellten?

Aufgrund der Pandemie sind die touristischen Unternehmen zu teils drastischen Sparmassnahmen gezwungen, um nicht zahlungsunfähig zu werden. Scandinavian Airlines hat vor, die Belegschaft in Norwegen, Schweden und Dänemark nahezu zu halbieren. Insgesamt sollen rund 5000 Vollzeit-Stellen wegfallen. Die Fluggesellschaft geht nicht davon aus, dass sich der Flugverkehr nach der Krise schnell erhohlen wird, weshalb sie zu dieser einschneidenden Massnahme greifen muss.

British Airways streicht 12'000 Stellen

Aufgrund der Pandemie stehen wohl schon bald 12'000 der insgesamt 42'000 British-Airways-Mitarbeitende ohne Job da, wie die «BBC» berichtet. Die Entlassungen sind Teil des «Umstrukturierungs- und Entlassungsprogramm», das zum Zuge kommt, bis sich die Nachfrage der Flugreisen wieder regeneriert hat. In einem Brief wendet sich British-Airways-Chef Alex Cruz mit folgenden Worten an die Mitarbeitenden: «In den letzten Wochen haben sich die Aussichten für die Luftfahrtindustrie weiter verschlechtert, und wir müssen jetzt Massnahmen ergreifen. Wir sind ein starkes, gut geführtes Unternehmen, das in seiner hundertjährigen Geschichte viele Krisen durchlebt und überwunden hat. Auch diese Krise müssen wir selbst überwinden. Es gibt keine Rettungsaktion der Regierung, die bereit steht, und wir können nicht erwarten, dass der Steuerzahler die Gehälter auf unbestimmte Zeit ausgleicht.»

«USA Discovery Program» absolvieren und gewinnen

Sich als Reisebüro-Agent über die Vielfalt des Reiselandes USA zu informieren lohnt sich ab sofort doppelt: Wer sich mithilfe der E-Learning-Plattform «USA Discovery Program» von Brand USA weiterbildet, kann bis zum 20. Mai 2020 attraktive Preise wie Amazon-Gutscheine, Reiseführer und Bildbände gewinnen. Die Onlineschulung richtet sich an Reisebüromitarbeiter, die die verschiedenen Staaten und Territorien der USA und ihre touristischen Angebote genauer kennenlernen möchten.

Das «USA Discovery Program» ist für mobile Endgeräte optimiert und basiert auf den drei Säulen Know-How, Community und Neuigkeiten. Expedienten können sich zunächst neues Wissen aneignen und sich dann ihre USA-Expertise offiziell zertifizieren lassen. Die Schulung ist modular angelegt, beispielsweise aufgeteilt in Regionen oder auch in verschiedene Arten von Erlebnissen wie Wintersport oder Familienurlaub. Das E-Learning ist völlig flexibel gestaltet, jeder Teilnehmer lernt in seinem individuellen Tempo ohne Termindruck. Sobald das jeweilige Modul durchgearbeitet ist, kann man das neu erworbene Wissen bei einem Quiz unter Beweis stellen. Nach korrekter Beantwortung aller Fragen darf man sich «Experte» des Gebiets oder Themenkomplexes nennen. Informationen finden sich auf www.thebrandusa.com, alles rund um Reisen in den USA unter www.visittheusa.de.

(JCR/NWI)