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Die USA prüfen derzeit angepasste Regeln für ESTA-Anträge von Reisenden aus Visa-Waiver-Staaten wie der Schweiz. Bild: Adobe Stock

ESTA-Pläne der USA könnten entschärft werden

Die USA könnten ihre umstrittenen Pläne zur Social-Media-Abfrage bei ESTA-Anträgen deutlich abschwächen. Neu steht offenbar ein gezielterer Ansatz statt einer pauschalen Pflicht für alle Reisenden im Raum.

Die US-Grenzschutzbehörde CBP prüft derzeit eine abgeschwächte Version ihrer geplanten Social-Media-Regeln für Reisende aus Visa-Waiver-Staaten wie der Schweiz. Statt wie ursprünglich vorgesehen von allen ESTA-Antragstellern fünf Jahre Social-Media-Historie zu verlangen, könnte künftig ein differenzierteres Verfahren gelten, berichtet das Branchenportal «Travel Weekly».

Wie CBP-Vertreter an der Tourismusmesse IPW 2026 in Fort Lauderdale erklärten, würde der Umfang der verlangten Angaben davon abhängen, wie Reisende einzelne Fragen im ESTA-Prozess beantworten. Ziel ist es laut der Behörde, die zusätzlichen Kontrollen gezielter einzusetzen und nicht pauschal alle Reisenden gleich zu behandeln.

Die ursprünglichen Pläne hatten international sowie innerhalb der US-Reisebranche massive Kritik ausgelöst. Derzeit wertet die Behörde rund 2000 öffentliche Stellungnahmen aus. Danach soll ein neuer Vorschlag publiziert werden, der nochmals öffentlich konsultiert wird.

Vor der Fussball-WM 2026 sollen keine neuen Regeln eingeführt werden. Eine Umsetzung gilt frühestens gegen Ende des Jahres als möglich.

(TN)