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Lufthansa-Piloten kündigen 48-Stunden-Streik an
Der Tarifkonflikt bei der Lufthansa spitzt sich weiter zu. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat mehr als 5000 Pilotinnen und Piloten zu einem 48-Stunden-Streik am Donnerstag und Freitag aufgerufen. Betroffen sind Starts aus Deutschland bei der Lufthansa-Kerngesellschaft, der Frachttochter Lufthansa Cargo sowie erstmals auch bei der Regionalgesellschaft Lufthansa Cityline.
Es ist bereits der zweite Streik in der aktuellen Tarifauseinandersetzung. Bereits am 12. Februar 2026 hatten Lufthansa-Piloten für einen Tag gestreikt. Damals fielen mehr als 800 Flüge aus, rund 100'000 Passagiere waren betroffen.
Flüge in den Nahen Osten ausgenommen
Wegen der angespannten Situation im Luftverkehr im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg hatte die Gewerkschaft in der vergangenen Woche zunächst auf weitere Streikmassnahmen verzichtet. Für den nun angekündigten Ausstand hat die Vereinigung Cockpit festgelegt, dass Flüge in mehrere Länder des Nahen Ostens ausdrücklich nicht bestreikt werden.
Dazu zählen unter anderem Ägypten, Israel, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Katar sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Ziel des Arbeitskampfes ist es laut der Gewerkschaft, Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen über die Betriebsrenten bei Lufthansa und Lufthansa Cargo zu bringen. Nach Angaben von VC-Präsident Andreas Pinheiro liegt bislang kein verhandlungsfähiges Angebot der Airline vor.