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Italien lockert Ausweiskontrollen am Gate
An italienischen Flughäfen genügt künftig bei Inlandsflügen und Reisen in den Schengenraum die Bordkarte. Der Ausweis muss am Gate nicht mehr vorgezeigt werden. Das neue Verfahren wurde von der italienischen Zivilluftfahrtbehörde (Enac) eingeführt und vom Innenministerium genehmigt, wie die Zeitung «Corriere della Sera» berichtete.
Die Massnahme soll die Abläufe an Flughäfen beschleunigen – ohne Kompromisse bei der Sicherheit: Flughäfen seien geschützte Räume, und es sei an der Zeit, Flugreisen genauso zu behandeln wie Bahnreisen, sagte Enac-Chef Pierluigi Di Palma. Wer den Sicherheitsbereich eines Flughafens betrete, habe schon die üblichen Sicherheitscodes (wie Metalldetektoren oder Kontrollschleusen) passiert.
Ausweis trotzdem nicht zu Hause lassen
Wer also von Italien in die Schweiz fliegt, kann sich den Griff zum Ausweis am Gate künftig sparen. In der Schweiz gibt keine generelle Ausweispflicht beim Boarding von Schengen-Flügen, Fluggesellschaften können jedoch selbst eine Ausweiskontrolle durchführen.
Trotz der Lockerung mahnt Di Palma zur Vorsicht: Reisepässe oder Identitätskarten sollten nicht zu Hause bleiben, denn wer bei einer Kontrolle kein Dokument dabei hat, dürfe nicht an Bord.
Für Flüge ausserhalb des Schengenraums, etwa nach Grossbritannien, bleiben die Ausweiskontrollen auch am Gate bestehen. Wie «Corriere della Sera» unter Berufung auf das italienische Innenministerium berichtet, könnten auch auf Verbindungen entlang von Einwanderungsrouten Ausweiskontrollen erfolgen. Dazu könnten demnach auch Flüge nach Frankreich zählen.