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Unterschiedliche TO-Einschätzungen zum Sommerferien-Geschäft
Die Sommerferien sind vorbei. Zeit für eine Bilanz bei den grossen Reiseveranstaltern. Wie fällt diese aus? Hört man sich auf Events um, macht es den Anschein, als ob es nicht brillant gewesen sei - allerdings auch nicht ganz so katastrophal, wie es gewisse Branchen-Exponenten teils deuten.
Klar ist: Die Ergebnisse sind nicht bei allen Veranstaltern einheitlich. Wir haben die «Big 6» befragt (Kuoni/Helvetic Tours, Hotelplan/Travelhouse, TUI Suisse, Knecht Reisen, Globetrotter, FTI) und dabei von «Rückgängen» über «Vorjahresniveau» bis «prozentual zweistelliges Wachstum» alles gehört. Dass nun auf Teufel komm raus der Herbst ein Erfolg sein muss, sagt eigentlich niemand. Auch nicht, dass sich die Sommer-Nachfrage massiv zugunsten anderer Saisons verschoben habe - der Herbst und Winter haben in den letzten Jahren schleichend etwas höheren Anteil am Gesamtumsatz, doch ist das Sommerferiengeschäft weiterhin klar das Wichtigste und folglich können sich «Löcher» im Sommerferiengeschäft auch weiterhin nur schlecht in anderen Zeiträumen kompensieren lassen.
Wir sind der Meinung, dass unsere Leser Anrecht auf die gesamten, ausführlichen Antworten zu unseren Fragen haben - nachfolgend deshalb ein ziemlich massiver Textteil, wo zu sechs Fragen unsererseits die oben genannten Veranstalter teils ausführlich antworten. Das ermöglicht ein differenziertes Bild der aktuellen Lage.
Immer wieder hört man, dass es ein schlechter Reisesommer ist. Wie sieht die Situation für die Sommermonate gemessen am Vorjahr effektiv aus?
Hotelplan Suisse: Die Sommersaison-Buchungen 2019 sind zwar im Januar verhalten gestartet, doch in der Zwischenzeit hat sich der Buchungsstau beim Reiseveranstalter Hotelplan Suisse gelöst. Es wurde jedoch eher zurückhaltend gebucht, daher liegen wir für die Sommerferien knapp unter Vorjahresniveau.
DER Touristik Suisse: Das Ergebnis gestaltet sich uneinheitlich: Die Veranstaltermarken Kuoni und Helvetic Tours konnten die jeweiligen Vorjahresumsätze in den Sommerferien leicht ausbauen, während der stationäre und digitale Vertrieb leicht hinter dem Vorjahreswert zurückliegt. Das gleiche gilt für die Spezialveranstalter: Einige Marken übertreffen den Vorjahrswert, andere weisen einen kleinen Rückstand auf. In der Gesamtbetrachtung liegt DER Touristik Suisse in den klassischen Sommerferienmonaten Juli und August im tiefen einstelligen Prozentbereich unter dem Vorjahreswert, ist aber dank einem erfreulichen Wintergeschäft 2018/2019 und einer voraussichtlich erhöhten Nachfrage für Reisen im kommenden Herbst und Winter weiterhin von einem grundsätzlich erfolgreichen Geschäftsjahr überzeugt.
TUI Suisse: Der Sommer lief auf einem sehr starken Vorjahresniveau. Mallorca, die Südtürkei und Kreta waren wie bereits im Vorjahr die beliebtesten Sommerferiendestinationen. Vor allem die Südtürkei kam wieder auf die gewohnte Buchungswerte, was uns sehr erfreute.
FTI: Die Sommersaison ist bei FTI positiv verlaufen. Wir sind im gesamten gesehen immer noch im zweistelligen prozentualen Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr.
Knecht Reisen: Wir erhalten die Monatszahlen jeweils am zweiten Arbeitstag des neuen Monats, daher hier die Angaben mit Gültigkeit 31. Juli: Nach sieben Monaten liegen wir insgesamt (Retail und Tour Operating kombiniert) 4,96 Prozent hinter dem Vergleichszeitraum 2019. Bei uns liefen die Buchungen für die Türkei, Tunesien und Ägypten für den Sommer positiv; dieser Trend hält vorderhand auch für die Herbstferien an. Skandinavien setzte 2019 und setzt weiterhin seinen veritablen Erfolgskurs fort. Russland hat sich ebenfalls gut entwickelt und hat in den vergangenen zwei Jahren wieder Boden gutmachen können. Ozeanien macht Freude, liegen wir doch per Ende Juli mehr als 12 Prozent im Plus gegenüber dem Vorjahr. Als Gegenpol dafür stehen die Buchungen für das Südliche Afrika, die an Schwung eingebüsst haben - dies allerdings von einem sehr hohen Niveau herkommend. Heliski in der Romandie läuft sehr gut, währenddem die gleiche Disziplin im deutschsprachigen Raum hinter dem Vorjahr zurückliegen. Ebenfalls im Sportbereich, bei den Golfreisen, setzt sich der äusserst positive Trendverlauf markant fort. Das Produkt ist jetzt in seiner Reifephase angelangt, was ganz offensichtlich vom Markt und Golf-Fans entsprechende honoriert wird. Aber: Seit einiger Zeit unter den Erwartungen liegen Buchungen für klassische Bade-/Familien-Ferien. Dieses Geschäft bereitet unseren Retailern seit geraumer Zeit gewisse Sorgen.
Globetrotter: Die einzelnen Monate fallen unterschiedlich aus. Was weiterhin ausserordentlich gut lief, und dies nicht erst seit diesem Jahr, war die Nachfrage in den Norden. Ebenso spüren wir ein grössere Nachfrage in die östlichen Regionen, ans Adriatische Meer. Beratungsintensive Dossiers, Spezialwünsche, Produkteperlen sind weiterhin sehr gefragt, was unserer Kernkompetenz entspricht.
Was waren entscheidende Einfluss-Faktoren beim diesjährigen Sommergeschäft?
Hotelplan Suisse: Mögliche Gründe könnten die Erinnerungen an den heissen Sommer 2018 sein. Die späteren Oster- bzw. Frühlingsferien dürften die Zurückhaltung der Buchungen ebenfalls gefördert haben.
DER Touristik Suisse: 1) Das hervorragende Sommerwetter im Jahr 2018 dürfte zu einer gewissen Zurückhaltung bei der Buchung von Sommerferien in diesem Jahr geführt haben – wenn das Wetter auch im Heimatland so gut ist, ist das Fernweh eine Spur kleiner. Badeferien im Winterhalbjahr gewinnen gegenüber den Sommermonaten deshalb an Marktanteilen. 2) Kuoni und Helvetic Tours gewähren auf Pauschalreisen einen Euro-Rabatt, um Preisnachteile für Schweizer Kunden auszugleichen. Dennoch war die Entwicklung des Euro-Kurses für das Kurzfristgeschäft kaum förderlich: Wer spontan Sommerferien einplante, dürfte durch die Kursentwicklung vermehrt an Ferien im angrenzenden Ausland mit individueller Anreise gedacht haben. 3) Trotz den zahlreichen Vorzügen von Pauschalreisen gewinnen Individualbuchungen an Bedeutung. Dies birgt für klassische Reiseveranstalter im Vergleich mit Online-Anbietern zwar viel Potenzial, ist kurzfristig aber gerade im stark von Pauschalreisen geprägten Sommer herausfordernd.
TUI Suisse: Wir haben für diesen Sommer einen guten Buchungseingang verzeichnet, obwohl die Sommerferien dieses Jahr tendenziell später und kurzfristiger gebucht wurden. Nicht zuletzt dank einem guten Preisbild und unserer dynamischen Produktion auch mit Euro waren wir immer aktuell am Markt.
FTI:Das Sommergeschäft ist vergleichsweise spät auf Touren gekommen, mit ein Grund dafür war sicherlich das herausragende Wetter hierzulande im Sommer 2018, sodass viele Schweizer abwarten wollten und sich nur sehr kurzfristig zur Buchung entschieden. Um dem Markt dringend benötigte Impulse zu setzen, hatte FTI Ende Mai sowie Ende Juni 2019 zwei grosse Kampagnen gestartet, zunächst die Aktion «Summer Sale», dann der «Goldene Herbst». Beide Male waren wir damit sehr erfolgreich, konnten die Aufmerksamkeit der Kunden sehr gut auf das Thema Ferienplanung lenken und der Sommersaison noch einmal deutlich Aufwind geben.
Knecht Reisen: Der Supersommer 2018 wirkt nach: Wer im vergangenen Jahr zu Hause besseres Wetter als am Ferienort genoss, wartete dieses Jahr mit der Buchung von Strandferien (vor allem in Europa). Spätentschlossene haben dann allerdings kurzfristig noch sehr attraktive Sommerangebote gefunden. Dass sich Konsumenten durch die frenetische Medienabdeckung zu Themen wie Nachhaltigkeit, Flugscham etc. von Reiseplänen haben abbringen lassen, kann durchaus sein. Wir haben allerdings in unseren Geschäftsstellen keine konkreten Äusserungen oder Voten seitens der Kunden gehört. In grösserem Sinne spürbar sind solche Trends für uns nicht gewesen – und Zahlen wie die Personenfrequenzen am Flughafen Zürich in den Sommerwochen haben dies ebenfalls widerlegt. Schweizerinnen und Schweizer reisen nach wie vor, und das ist gut so. Was sicherlich auch eine Rolle mitgespielt hat, ist ein Wiederentdecken von Ferien in der Schweiz und im grenznahen Ausland. Diese Vermutung wird durch Organisationen wie TCS (Campingplätze) oder die deutschen, französischen, österreichischen und italienischen Fremdenverkehrsstatistiken belegt.
Globetrotter: Wir stellen vor allem fest, dass die Monate sehr unterschiedlich ausgefallen sind. Für die schwächeren Monate gibt es unserer Meinung nach nicht einen Hauptgrund, sondern diverse: Natürlich gibt es den «Greta-Effekt», was aber nicht heisst, dass die Menschen nicht reisen - eher die Reiseart hat sich etwas verändert. So stieg die Nachfrage nach Bahnreisen stark. Dazu kommt der ausserordentlich schöne Sommer letztes Jahr, welcher die Menschen dazu veranlasst hat, eher in der Nähe zu bleiben. Und natürlich hat auch die Thematik «Overtourism» das ihre beigetragen.
Welche Massnahmen wurden ergriffen, um das Geschäft im Herbst nochmals anzukurbeln?
Hotelplan Suisse: Für Herbstferien-Buchungen liegen wir aktuell knapp einstellig im Plusbereich. Bis jetzt sind unsere Kalkulationen aufgegangen und wir mussten daher keine speziellen Massnahmen zum Ankurbeln ergreifen. Beim Reiseveranstalter Hotelplan Suisse gehören die Herbstferien noch zum aktuellen Geschäftsjahr, das vom 1.11.2018 bis 31.10.2019 dauert.
DER Touristik Suisse: Kuoni und Helvetic Tours gewähren auf Pauschalreisen einen Euro-Rabatt.
TUI Suisse: Die Herbstferieneingänge liegen gut auf Vorjahresniveau. Beliebt sind die Kanaren, die Südtürkei, aber auch Zypern. Im Vergleich zum Vorjahr erkennen wir eine erneute Zunahme der Buchungen nach Ägypten. Aufgrund der Nachfrage hat TUI zum Herbst 2019 erneut Zusatzflüge und –kapazitäten aufgenommen. Hier vor allem in die Südtürkei, auf griechische Inseln wie Kos, Rhodos und Kreta, aber auch nach Zypern oder auf Fuerteventura.
FTI: Für den Herbst haben wir einen Doppelflyer «Familien & Paare» produziert und 15-fach an alle Agenturen verschickt. Pro Buchung kann die Agentur 100 Franken vom Auftrag abziehen. Verschiedene gezielte Incentive-Massnahmen mit ausgewählten Agenturen werden zusätzlich unternommen (B2B und B2C).
Knecht Reisen: Da sich das klassische Badeferien-Geschäft deutlich abgekühlt hat und wir als Nicht-Badeferien-TO komplett neutral gegenüber unseren Kunden auftreten können, haben wir in den letzten zwei Monaten Spezialangebote von TUI, Helvetic, DER, ITS, Bentour und vielen anderen kräftig in unseren Distributionskanälen beworben. Wir unterstützen kommunikationsmässig unsere Retailer mit Nachdruck. Die Angebote sind auf dem Markt, viele davon sehr attraktiv. Es ist unsere Marketing-Aufgabe, diese Botschaft nun an unsere Kunden zu bringen. Wo wir sehr erfreuliche Tendenzen sehen, ist bei Vorausbuchungen unserer Eigenprodukte (Tour Operating Fernreisen). Hier sehen wir einen recht starken Trend für Vorausbuchungen über acht oder zehn Monate.
Globetrotter: Wir fokussieren uns in der Kommunikation vermehrt auf Reisearten und Destinationen, welche zum Beispiel mit der Bahn erreichbar sind. Oder Produkteperlen, welche abseits der grossen Touristenströme liegen. So wurde auch die Partnerschaft mit einem Bahnreispezialisten vertieft.
Hat sich nachfrageseitig bei den Saisonalitäten etwas geändert?
Hotelplan Suisse: Der prozentuale Anteil des Gesamtumsatzes liegt für Herbstferien bei 25%, für Sommerferien bei 30%, Frühlingsferien bei 20% und Winterferien bei 25%. In den letzten fünf Jahren haben wir gemerkt, dass das Sommerferiengeschäft zugunsten der Herbstferien sich um rund 5% (also von 35% auf 30%) reduziert hat und entsprechend das Herbstferiengeschäft von 20% auf 25% gestiegen ist.
DER Touristik Suisse: Nein. Allerdings gewinnen Badeferien im Winterhalbjahr im Vergleich zum Sommer an Marktanteilen.
TUI Suisse: An den Saisonalitäten hat sich nicht viel geändert. Das Sommergeschäft dicht gefolgt vom Herbstgeschäft ist immer noch das wichtigste und liegt gut auf Vorjahresniveau.
FTI: Wie in Deutschland auch hat sich das Reiseverhalten teils vom Sommer auf die Herbstferien verschoben (in der Schweiz immer von Anfang Oktober bis Mitte Oktober).
Knecht Reisen: Wie wir aus unserem Retailbereich hören, hat sich die ausgeprägte Saisonalität durch ein breiter abgestütztes Flug-Angebot verändert. Die Zeiten, wo nach den Sommerferien ein «Loch» entstand bis zu den Herbstferien, scheint Vergangenheit zu sein. Demografisch gesprochen gibt es heute einen weitaus höheren Kundenanteil, der weder auf Schulferien Rücksicht nehmen muss noch sich nach Familien-Kriterien orientiert. Einzelreisende oder Paare reisen einfach, wenn sie reisen wollen. Diese gesellschaftlichen Entwicklungen wirken sich linear auf das allgemeine Reiseverhalten aus – und Anbieter reagieren richtigerweise entsprechend.
Globetrotter: Bei uns stehen die Destinationen mit ihren besten Reisezeiten im Vordergrund, Diese verteilen sich ganzjährig.
Was hat sich in den letzten Jahren in Bezug auf die Buchungszeiträume geändert?
Hotelplan Suisse: Der Buchungszeitraum hat sich nur leicht geändert, denn immer noch profitieren die Kunden vor allem von Frühbucherrabatten bei Publikation der Kataloge im Dezember/Januar bzw. Juli/August. Hingegen merken wir, dass vermehrt auch kurzfristige Buchungen eingehen, nicht nur im Mittelmeer-Raum, sondern nun auch im Langstrecken-Bereich, wie beispielsweise bei den Destinationen Indischer Ozean oder Karibik.
DER Touristik Suisse: Wir stellen im Moment keinen klaren Trend in Richtung früheren oder späteren Buchungen fest. Im Sommer 2019 war der Anteil an Frühbuchern tendenziell gering – aktuell wird der Herbst eher kurzfristiger gebucht, der Winter zeigt hingegen eine erfreuliche Anzahl frühzeitiger Buchungseingänge, was das Vorjahresergebnis übertrifft. Zum einen wünschen sich Kunden eine grössere Flexibilität und buchen Ferien immer stärker abhängig vom Wetter und entscheiden kurzfristig über die Destination. Zum anderen stellen wir fest, dass im Top-Segment immer langfristiger gebucht wird, damit die Kunden sicher sind, dass beispielsweise der Flug in Business- oder First Class oder das Wunschzimmer noch verfügbar sind.
TUI Suisse: Das Buchungsverhalten unserer Kunden hat sich so verändert, dass sie nun tendenziell später und kurzfristiger buchen.
FTI: Was wir in den letzten Jahren beobachtet haben ist, dass Direktbuchungen immer kurzfristiger werden.
Knecht Reisen: Kurzstrecken werden generell kurzfristiger gebucht; diese Reiseart und Städtereisen sind «Impuls-Momente» für viele Konsumenten geworden. Als Gegenpol ist bei Fernreisen genau der gegenteilige Trend spürbar. Möglicherweise haben akute Kapazitätsengpässe, wie man sie in den letzten paar Jahren beispielsweise in Namibia, Westkanada oder Neuseeland immer wieder gesehen hat, zu dieser Trendwende beigetragen.
Globetrotter: Obwohl unsere Kunden aufgrund unseres Kerngeschäfts «Reisen für Individualisten» tendenziell eher langfristig buchen, gibt es auch bei uns kurzfristige Buchungen, z.B. im Indischen Ozean. Aber auch die Mongolei, Afrika und Asien werden zur Zeit noch für den Herbst nachgefragt.
Was ist entscheidend, um im kommenden Tourismusgeschäft nicht nur bestehen, sondern auch wachsen zu können?
Hotelplan Suisse: Man muss sich stets den Bedürfnissen der Kunden anpassen und das Angebot entsprechend anpassen.
DER Touristik Suisse: Mit dem Erhalt, Ausbau und der selbstbewussten Kommunikation von kompetitiven Vorteilen einer Buchung bei einem Reiseveranstalter oder in einem Reisebüro, mit der Antwort auf den Trend, dass Erlebnisse während der Reise an Bedeutung gewinnen sowie mit der Umsetzung unseres vielschichtigen Reisebüro-Zukunftsprojektes «Next Travel». Es bedarf ausserdem der Integration neuer Technik, um dem Trend hin zur Individualisierung und Personalisierung gerecht zu werden. Schliesslich wächst die DER Touristik Suisse dort, wo es vielversprechend ist – exemplarisch sind der Aufbau von Kuoni Sports und die Integration des Reisebüros travelXperts in Uzwil zu nennen.
TUI Suisse: TUI verfolgt eine internationale Wachstumsstrategie. Dabei setzen wir vor allem auf unsere eigenen Assets wie Hotels, Kreuzfahrtschiffe, Flugzeuge und unsere «TUI Destination Experience»-Teams vor Ort (Reiseleiter). In der Schweiz setzen wir besonders auf die Digitalisierung mit der Verknüpfung von On- und Offline.
FTI: Wichtig ist aus unserer Sicht der Ausbau des Agenturservices und der Ausbau des Produktportfolios, beispielsweise für neue Zielgruppen (Youngsters, Golf Magalog, Winterwarmbader usw.) oder in neuen Destinationen (Bahrain usw.). Darüber hinaus ist es unerlässlich, das Thema Nachhaltigkeit im Tourismus durch ausgewählte Unterkünfte voranzutreiben. Zudem setzen wir auf verstärkte Präsenz bei den Agenturen vor Ort, unter anderem mit dem Ausbau von Dekosäulen, DekoWelten usw. Und: Die Langstrecken (Bausteine) von FTI werden für alle Märkte in der Schweiz produziert… also Swissness pur.
Knecht Reisen: Es gibt weder eine goldene Lösung noch ein einzelnes Kriterium; das sind zig Faktoren, die zusammenkommen und die letztlich auch für jede einzelne Firma passen müssen. Wir glauben – unisono – unverändert an Beratungsqualität, Kompetenz, Spezialistentum, Zuverlässigkeit, Ansprechbarkeit – die soften Qualitäten, die das Internet niemals bietet. Eine gewisse Grösse hilft, aber gleichzeitig muss die Agilität gewährleistet bleiben. Wer schwerfällig oder sogar statisch ist, wird es in Zukunft nur noch schwieriger finden, sich im Marktumfeld zu behaupten. Wo sinnvoll und passend zu Philosophie und Portokasse, gehören auch Akquisitionen dazu, sich zu behaupten und weiter wachsen zu können.
Globetrotter: Die Qualität in der Beratung und die persönliche Beziehung zwischen dem Berater und dem Kunden ist entscheidend. Die richtige Produkteperle für den Kunden zu finden ist ausschlaggebend. Und: Braucht es zwingend Wachstum, um erfolgreich zu sein?