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Der Etosha Nationalpark in Namibia beherbergt eine faszinierende Tierwelt. Bild: Eelco Böhtlingk

Feuer wüten im Etosha Nationalpark

Ein verheerender Brand hat rund ein Drittel des Etosha-Nationalparks in Namibia vernichtet. Starke Winde und extreme Trockenheit trieben die Flammen voran – bedroht sind die Lebensräume seltener Tierarten.

Seit über einer Woche wütet im Norden Namibias eines der schwersten Feuer in der Geschichte des Landes. Nach Angaben der Regierung sind mittlerweile etwa 34 Prozent des Etosha-Nationalparks den Flammen zum Opfer gefallen. Das Feuer, das am 22. September ausgebrochen sein soll, hat sich trotz massiver Löschversuche rasch ausgeweitet – angetrieben durch starke Winde und trockene Vegetation.

«Das Feuer stellt eine erhebliche Bedrohung für die Artenvielfalt und die Tierwelt dar», erklärte Namibias Vizepräsidentin Lucia Witbooi. Mehr als 500 Soldaten, Feuerwehrleute und Freiwillige kämpfen derzeit gemeinsam mit Hubschraubern gegen die Flammen.

Ursprung des Brandes noch unklar

Ersten Ermittlungen zufolge könnte das Feuer bei der Herstellung von Holzkohle auf einer Farm ausserhalb des Parks entstanden sein. Von dort aus breitete es sich rasch in Richtung des Schutzgebiets aus. Offiziell bestätigt ist diese Ursache jedoch noch nicht.

Die Regierung kündigte an, Luftbildaufnahmen auszuwerten, um das volle Ausmass der Zerstörung zu erfassen. Bereits jetzt ist klar: Weite Teile der Weideflächen sind verbrannt, und auch ausserhalb des Parks, in den Regionen Oshikoto, Oshana und Kunene, wurden mehrere Hunderttausend Hektar Grasland zerstört.

Bedrohte Arten in Gefahr

Der Etosha-Nationalpark gilt als eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete Afrikas. Auf einer Fläche von rund 22'900 Quadratkilometern – etwa halb so gross wie die Schweiz – leben über 100 Tierarten, darunter Elefanten, Löwen, Giraffen, Zebras und zahlreiche Antilopenarten. Besonders gefährdet ist das vom Aussterben bedrohte Spitzmaulnashorn, das hier eines seiner letzten Rückzugsgebiete hat.

Nach Angaben der Parkverwaltung kamen bislang mehrere Antilopen in den Flammen ums Leben. Das volle Ausmass des Tiersterbens lässt sich jedoch erst abschätzen, wenn die Brände vollständig gelöscht sind.

Symbol für Tourismus und Naturschutz in Gefahr

Der Etosha-Nationalpark ist eines der Aushängeschilder des namibischen Tourismus – jährlich besuchen rund 200'000 Menschen das Gebiet, das vor allem für seine markante Salzpfanne bekannt ist, die sogar aus dem Weltraum sichtbar ist.

Der Schweizer Ferienflieger Edelweiss erweitert im Sommer 2026 sein Langstreckennetz und nimmt neu Windhoek auf, die Hauptstadt Namibias. Die Flüge finden saisonal vom 1. Juni bis Ende Oktober jeweils montags und freitags nonstop ab Zürich statt. Bedient wird die Strecke mit dem Airbus A350. Die Hauptreisezeit für Namibia sind unsere Sommermonate.

(TN)