Future
Für Fairunterwegs zeichnet sich eine Zukunftslösung ab
Fast 50 Jahre lang setzte sich Fairunterwegs für nachhaltiges und verantwortungsvolles Reisen ein. Doch die finanzielle Herausforderung, eine Geschäftsstelle am Leben zu erhalten, die sich für menschen- und umweltfreundliches Reisen einsetzt, sprengte die Möglichkeiten der Non-Profit-Organisation.
«In unserer Rechnung klafft eine Lücke von 170’000 Franken aufgrund des Rückzugs der DEZA und von Entwicklungsorganisationen, die uns seit unserer Gründung grosszügig unterstützt haben», musste der letzte Geschäftsführer von Fairunterwegs, Jon Andrea Florin, im Oktober 2025 bekanntgeben. Er und vier weitere Mitarbeitende verloren per Ende Dezember 2025 ihren Job.
Doch offenbar kommt es nun doch nicht zur Aufgabe und Stilllegung der Anlaufstelle für Reisende, wie Travelnews am Rande eines Branchenevents erfahren hat. Denn am 21. April stimmen die Mitglieder von Fairunterwegs über eine mögliche Zukunftslösung ab.
Bestehende Geschäftsstelle
Die Lösung sieht so aus: Für die Rettung soll der Dachverband der Fair Trade Organisationen in der Schweiz, Swiss Fair Trade, sorgen. Und zwar würde die bestehende Geschäftsstelle von Swiss Fair Trade das Portal und die Anlaufstelle künftig weiterhin aufrechterhalten.
«Wir betreuen verschiedene Projekte und verfügen über eine gute Expertise, was soziale Gerechtigkeit und fairer Handel im globalen Süden betrifft», sagt Julia Dümpelmann, Mediensprecherin von Swiss Fair Trade, auf Anfrage von Travelnews. «Zudem verfügen wir auch über ein Kommunikationsteam und sind so aufgestellt, dass wir unsere Resscourcen auch für ein weiteres Projekt nutzen können.»
Swiss Fair Trade ist der Dachverband für Fairtrade-Organisationen und -Unternehmen in der Schweiz. Das Ziel des Vereins ist, in den globalen Lieferketten – darunter kann man auch den Tourismus zählen – faire Arbeitsbedingungen, faire Löhne und die Stärkung der lokalen Bevölkerung voranzutreiben, dies gemeinsam mit den Mitgliedern in der Schweiz.