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Wer schon im Juni einen griechischen Strand aufsucht, wie hier Cavo Paradiso auf Kos, dürfte erst wenigen anderen Reisenden begegnen. Bild: Fotolia

Hotelplan und TUI starten Mitte Juni – Spanien lockert Quarantäne – Aerolineas suspendiert 7500 Mitarbeitende

Die jüngsten Neuigkeiten zur Coronavirus-Krise: Diese Auswirkungen hat die Pandemie auf die Reisewelt.

Hotelplan nimmt Europa-Reiseprogramm per 15. Juni wieder auf

Hotelplan Suisse hat sich entschieden, per 15. Juni das Reiseprogramm aller Marken wieder aufzunehmen. Somit ermöglicht der Veranstalter neben Schweiz-Reisen auch wieder Trips nach Frankreich, Deutschland, Österreich, Griechenland, Portugal, Kroatien, Schweden oder Tschechien. «Wir freuen uns, dass Sommerferien im Ausland nun definitiv möglich sein werden und unsere Kunden wieder die Möglichkeit haben, ihre Ferien am Meer zu verbringen. Die angekündigten Grenzöffnungen sind ein erster, aber wichtiger Schritt zurück in die Normalität», sagt Tim Bachmann, CEO Hotelplan Suisse.

Pauschalreisen innerhalb Europas bis und mit 21. Juni 2020 sowie Reisen ausserhalb Europas bis und mit 28. Juni 2020, die aufgrund der Corona-Pandemie (fehlende Flugverbindungen oder Einreisesperren) noch nicht möglich sind, werden proaktiv annulliert. Die Kunden erhalten die Kosten der annullierten Pauschalreise innerhalb der nächsten Wochen zurück. Bei Einzelleistungen, wie zum Beispiel ein Nur-Flug-Angebot, die bei Hotelplan Suisse bis zu den genannten Daten gebucht wurden, wird den Kunden die Rückerstattung des Leistungsträgers vergütet. Die betroffenen Kunden werden während der nächsten Tage durch Hotelplan Suisse über die Annullation informiert.

Badeferien ab Mitte Juni auch bei TUI

Ab dem 15. Juni 2020 sind Reisen bei TUI Suisse nicht mehr nur innerhalb der Schweiz sondern auch nach Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweden, Portugal (Festland), Zypern oder Kroatien möglich. TUI Suisse sagt Reisen, welche aufgrund Einreiseeinschränkungen nicht regulär durchgeführt werden können bis einschliesslich 30. Juni 2020 ab.

TUI hat einen 10-Punkte-Plan zur Wiedereröffnung der Hotels erarbeitet. Die Massnahmen erlauben sichere und unbeschwerte Ferien, welche den höchsten Hygienestandards in Bezug auf Covid-19 entsprechen. Der Plan umfasst neben Organisation, Kapazitätsplanung und Hygienemassnahmen auch intensive Schulungen der Mitarbeiter vor Ort.

Wer seine TUI Reise mit Abreise bis einschliesslich 31. August 2020 bereits gebucht hat, kann diese gebührenfrei bis 14 Tage vor Abreise umbuchen. Und auch wer neu bucht und noch bis zum 30. Juni 2020 eine neue Buchung tätigt profitiert vom neuen Rücktrittsrecht – das heisst, jede Reise mit Abreise bis spätestens 31. Oktober 2021 kann kostenlos storniert oder umgebucht werden bis maximal 14 Tage vor Abreise.

Keine Kanada-Kreuzfahrten bis Ende Oktober

Derzeit haben in Kanada Kreuzfahrtschiffe mit einer Kapazität ab 500 Passagieren Hafenverbot. Die kanadische Regierung hat nun beschlossen, dieses Verbot nicht nur zu verlängern, sondern auch zu verschärfen. Ab 1. Juli dürfen nur noch Schiffe anlegen, die über eine Kapazität von weniger als 100 Personen verfügen. Diese Restriktionen gelten bis 31. Oktober 2020 und dienen dazu, die kanadische Bevölkerung vor weiteren Infektionen mit dem Virus zu schützen, wie «USA Today» berichtet.

Spanien lockert Quarantäne-Regelung früher

Spanien will die wegen der Corona-Krise angeordnete Zwangsquarantäne für aus dem Ausland Eingereiste schon zum 21. Juni aufheben. Die Grenzen werde man für Touristen aber wie angekündigt erst am 1. Juli öffnen, erklärte Ministerpräsident Pedro Sánchez. Im Juli wolle man «in Spanien viele ausländische Touristen mit Sicherheitsgarantien für die Besucher und auch für die gesamte Bevölkerung begrüssen». Von der vorverlegten Aufhebung der Pflicht zur zweiwöchigen häuslichen Isolierung werden im Juni jene Menschen profitieren, die in Spanien einreisen dürfen, weil sie im Land entweder einen Erstwohnsitz haben oder aus beruflichen Gründen einreisen. Bisher hatte Madrid von einer Aufhebung der am 15. Mai eingeführten Zwangsquarantäne zum 1. Juli gesprochen.

Aerolineas Argentinas suspendiert 7500 Mitarbeitende

Die südamerikanische Fluggesellschaft Aerolineas Argentinas suspendiert in den nächsten zwei Monaten infolge der Corona-Pandemie rund 7500 Mitarbeitende, wie das Online-Portal «Latina Press» berichtet. In diesem Zeitraum sind die Angestellten zwar ohne Arbeit, sollen aber dennoch 75 Prozent ihres üblichen Lohnes erhalten. Insgesamt sind etwas mehr als 12'000 Personen bei der Fluggsellschaft beschäftigt.

Lufthansa-Aufsichtsrat stimmt zu

Der Aufsichtsrat der schwer angeschlagenen Lufthansa akzeptiert die von der EU-Kommission gestellten Auflagen für ein staatliches Rettungspaket. Das teilte die Fluggesellschaft am Montag nach einer Sitzung des Gremiums mit. Lufthansa muss Start- und Landerechte in Frankfurt und München abgeben. Die Hauptversammlung vom 25. Juni muss aber noch zustimmen. Kurz vor Pfingsten war bekanntgeworden, dass der Vorstand einen zuvor zwischen Berlin und Brüssel ausgehandelten Kompromiss über die Auflagen akzeptieren wolle. Dieser sieht vor, dass Lufthansa 24 Start- und Landerechte (Slots) an ihren wichtigsten Flughäfen München und Frankfurt an Wettbewerber abgeben muss. Aber das Go des Aufsichtsrats stand noch aus.

Viele Ausflügler am Pfingswochenende

Die Postautos waren sehr stark ausgelastet, vor allem auf den Linien, die zu den Ausgangspunkten von Wanderungen führen, wie es am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bei der Postauto-Medienstelle hiess.Am sonnigen Pfingstwochenende sind in der Schweiz viele Naherholungs- und Wandergebiete sehr gut besucht gewesen. Es seien mehr Fahrgäste unterwegs gewesen als an Auffahrt, aber etwa 20 bis 30 Prozent weniger als an einem Pfingstwochenende in den Vorjahren. Laut Viasuisse blieb der Stau vor dem Gotthardtunnel dieses Jahr aus.

Auffällig zeigte sich das Verkehrsaufkommen am Pfingstsonntag und -montag in den Kantonen Glarus und Zug, wo verschiedene Hauptstrassen in die Naherholungsgebiete überlastet waren und die Polizei deswegen Strassen sperren musste. Auch das Wandergebiet Alpstein im Appenzellerland verzeichnete mehr Besucher als an Jahren zuvor. Das Abstandhalten auf den Wandergebieten sei kein Problem gewesen, schwieriger sei dies hingegen in den zahlreichen Bergwirtschaften gewesen, sagte der Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden. Nicht nur in den Bergen war viel Volk unterwegs, auch in den Städten genossen die Menschen die sommerliche Stimmung. In Zürich genossen am Samstagabend viele Menschen das schöne Wetter an den offenen Bereichen des Seeufers und an der Limmat im Stadtzentrum.

Etihad Airways lanciert «Etihad Wellness»

Gesund fliegen ist die Idee hinter dem Gesundheits- und Hygieneprogramm «Etihad Wellness» von Etihad Airways. Das Programm baut auf den  Massnahmen auf, welche die Fluggesellschaft bereits im Zusammenhang mit COVID-19 eingeführt hat. Es wird durch die Einführung speziell ausgebildeter Wellness-Botschafter unterstützt. Die Etihad Wellness-Initiativen werden durch einen Online-Führer kommuniziert, der die in jeder Phase des Reiseerlebnisses angewendeten hohen Standards für Sauberkeit, Gesundheit und Hygiene vermittelt. Dazu gehören die Hygienestandards in den Catering-Einrichtungen und dem Lebensmittelprüflabor der Fluggesellschaft, die Reinigung (Deep Cleaning) der Flugzeugkabine, sowie die Bereiche Check-in, Gesundheitsscreening, Boarding, das Reiseerlebnis und die Betreuung an Bord, sowie Ankunft und Bodentransport. Umfassende Informationen über diese Reisegesundheits- und Hygienemassnahmen sind unter diesem Link verfügbar.

Für spezifischere und individuelle Informationen können qualifizierte Wellness-Botschafter rund um die Uhr über die E-Mail-Adresse wellness@etihad.ae direkt kontaktiert werden. Das mehrsprachige Team gibt den Kunden Ratschläge zum Thema Reisegesundheit und Informationen zu den Gesundheits- und Hygienemassnahmen. Etihad wird diesen Service um eine Web-Chat-Option erweitern. Alle Wellness-Botschafter werden in den Trainingcenters der Fluggesellschaft in Abu Dhabi und online eine spezielle Schulung absolvieren.

(GWA/NWI)