Flug

Erst die Passagiere mit Fensterplätzen, dann die in der Mitte, darauf jene am Gang: das neue Boarding der Swiss. Bild: Rémy Steiner Photography

Ab diesen Destinationen lanciert die Swiss das Wilma-Boarding

Passagiere der Swiss müssen sich ab Donnerstag beim Einstieg ins Flugzeug auf ein neues Verfahren einstellen – ab gewissen Destinationen.

Die Swiss will das Einsteigen künftig vereinfachen, wie seit Juli bekannt. Im Grundsatz werden die Passagiere künftig danach aufgeteilt, ob sie einen Platz am Fenster, in der Mitte der Sitzreihe oder am Gang gebucht haben.

Der Lufthansa-Konzern will dieses Konzept von diesem Donnerstag an auf Europa-Flügen seiner Netz-Gesellschaften Lufthansa, Austrian und Swiss über den Winter einführen. Nebenbei sollen mit der neuen Methode die stressigen Konflikte minimiert werden, die beim Gerangel um den richtigen Sitz und ausreichenden Platz für das Handgepäck entstehen.

Bei amerikanischen Fluggesellschaften, aber auch bei Air France oder British Airways lautet die Reihenfolge beim Einsteigen längst «Window-Middle-Aisle», liebevoll auch «Wilma» abgekürzt.

Auf der für Wenigflieger ohnehin schon komplexen Bordkarte werden die Lufthansa-Gesellschaften neben Abflug-Gate und Sitzplatz-Nummer eine weitere Rubrik eintragen, nämlich die Boarding-Gruppen 1 bis 5. Unverändert dürfen zunächst Familien mit kleinen Kindern und hilfsbedürftige oder mobilitätseingeschränkte Gäste einsteigen. Dann kommen in den Gruppen 1 und 2 die privilegierten Stammkunden (Senatoren, Hons) sowie Passagiere mit teuren Business- oder Ecoflex-Tickets, unabhängig von der gebuchten Sitzposition. Gruppe 3 meint dann die Economy-Passagiere mit Fensterplatz, Gruppe 4 die Mitte und schliesslich die 5 für Menschen, die am Gang sitzen.

Ab diesen 22 Zielen

Ein Problem: Viele Fluggäste sind zu Beginn des Boardings noch gar nicht am Flugsteig, sondern hetzen als Umsteiger auf den letzten Drücker zum Flieger. Selbst mit der besten Voreinteilung lässt sich daher nicht verhindern, dass auch ganz am Schluss des Prozesses noch Passagiere mit Fensterplätzen in die Kabine kommen.

Ab diesen Destinationen führt die Swiss das neue Boarding-Prozedere ein – Abflüge ab Zürich und Genf sind nicht dabei:

  • Amsterdam
  • Athen
  • Birmingham
  • Breslau
  • Budapest
  • Dublin
  • Florenz
  • Kopenhagen
  • Krakau
  • Larnaca
  • London City
  • London Heathrow
  • Manchester
  • Malta
  • Marseille
  • Mailand
  • Porto
  • Bukarest
  • Palma de Mallorca
  • Prag
  • Venedig
  • Warschau

(GWA)