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Lufthansa ist bereits im Besitz von Flugzeugen des Typs A320neo - jetzt stossen auch bei den Schwestergesellschaften solche Flugzeuge zur Flotte. Bild: Marvin Mutz

Lufthansa Group setzt bei Flottenmodernisierung auf A320neo und A321neo

Swiss wandelt Kaufoptionen für insgesamt zehn Flugzeuge in Fixbestellungen um. Gruppenweit stossen 27 Airbusse der neuen Generation zur Flotte.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG hat in seiner heutigen Sitzung dem Kauf von 27 Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen zugestimmt. Dabei werden Kauf­optionen für 24 Airbus A320neo und drei A321neo («neo» steht für «new engine option») in Festbestellungen umge­wandelt.

Letztere sind für die SWISS bestimmt. Das Mitglied der Lufthansa Group wandelt Kaufoptionen für zehn weitere Flugzeuge der neusten Generation der Airbus A320neo-Familie in Festbestellungen um. Die Umwandlung umfasst sieben A320neo und eben die drei A321neo. Die neuen Flugzeuge werden zwischen 2023 und 2024 zur Flotte stossen. Das Investitionsvolumen laut Listenpreis beläuft sich auf rund eine Milliarde US-Dollar.

Die Neubestellungen ergänzen die bereits in Auftrag gegebenen zehn A320neo und fünf A321neo. Zwischen 2019 und 2022 wird SWISS diese Airbus-Flugzeuge der neuesten Generation in ihre Flotte aufnehmen und damit ältere Airbus A320 sowie Airbus A321 ersetzen.

«Wir freuen uns, mit unserem Bekenntnis zu effizienteren und leiseren Flugzeuge der bewährten Airbus A320-Familie die Verjüngung unserer Europaflotte weiter voranzutreiben», sagt SWISS-CEO Thomas Klühr. Die moderne Triebwerkstechnologie sowie die aerodynamischen Flügelenden (Sharklets), über welche die Flugzeuge verfügen, führen zu einer deutlichen Treibstoffreduktion von bis zu 20 Prozent pro Sitzplatzkilometer. Die Airbus-Neos werden zudem serienmässig mit lärmreduzierenden Wirbelgeneratoren ausgestattet, wodurch eine startende A320neo einen um rund 50 Prozent kleineren Lärmteppich als vergleichbare Flugzeugtypen generiert. Mit der Einflottung aller Airbus-Neos wird SWISS über eine der jüngsten Flotten in Europa verfügen.

Ein Drittel der Investitionssumme zugunsten von SWISS

Die übrigen Flugzeuge werden bei anderen Flugbetrieben inner­halb des Aviation-Konzerns eingesetzt. Ein Teil der Bestellung wird mit den Trieb­werken von Pratt & Whitney (PW1100G) ausgestattet, ein anderer Teil mit den LEAP-1A-Triebwerken von CFM International. Damit sind weiterhin beide Triebwerkstypen zu etwa gleichen Teilen für die Neo-Familie bei der Lufthansa Group vorgesehen.

Mit der Entscheidung zum Kauf weiterer Kurz-/Mittelstreckenflugzeuge reagiert die Lufthansa Group auf die positive Markt- und Ergebnisentwicklung und stellt so die erforderliche Flottengrösse in den nächsten Jahren sicher. Die Gesamtinvestition dieser Bestellung beträgt rund drei Milliarden US Dollar nach Listenpreis. Insgesamt wächst damit die Zahl der Bestel­lungen von A320neo und A321neo auf 149 Flugzeuge für den Konzern, 13 fliegen bereits bei Lufthansa.

Unter dem Strich macht die Lufthansa Group überdies deutlich, dass SWISS weiterhin wachsen und sich dabei auch weiter verbessern soll. Erst heute Morgen hatte die Lufthansa Group dies auch im Rahmen ihrer Hub-Strategie zu verstehen gegeben. Ein schöner Konzerninterner Vertrauensbeweis.

(JCR)