Ferienland Schweiz

Oli Gottsponer züchtet die traditionellen Schwarznasenschafe aus dem Oberwallis in zweiter Generation. Bild: Heidadorf Visperterminen, Marco Schnyder

Authentische Erlebnisse im Heidadorf Visperterminen

Im Kulturpark von Visperterminen vermitteln Einheimische die lokalen Bräuche und das überlieferte Handwerk: Fünf Möglichkeiten für Neugierige, um tief in den Oberwalliser Alltag einzutauchen und auch mal selbst anzupacken.

Im Heidadorf Visperterminen erwartet Besucherinnen und Besucher eine einzigartige Mischung aus gelebter Tradition, alpinem Handwerk und authentischen Begegnungen. Ob beim Kennenlernen der berühmten Schwarznasenschafe, beim Erlernen alter Spiele oder beim kreativen Arbeiten mit Wolle – die folgenden Erlebnisse geben einen spannenden Einblick in das kulturelle Erbe und den Alltag im Oberwallis:

1. Schwarznasen besuchen

Spiralförmige Hörner, ein robuster Körper und natürlich die dunkle Färbung am Kopf: Die Schwarznasenschafe sind aus dem Oberwallis und damit auch aus dem Heidadorf nicht wegzudenken. «Diese Rasse hat sich über Jahrhunderte perfekt dem Berggebiet angepasst. Gerne zeige ich Gästen, dass die Tiere aber auch sanft und zutraulich sind», sagt Oli Gottsponer. Der junge Züchter engagiert sich in zweiter Generation für die prächtigen Wollspender und teilt seinen Erfahrungsschatz gerne mit Interessierten.

2. Das Troggu-Spiel lernen

Ebenfalls über eine lange Geschichte verfügt dieses alte Kartenspiel. Beim «Troggu» bekommen Gruppen ab vier Personen zwar überraschenderweise Tarotkarten ausgeteilt; so hält man plötzlich den «Magier», die «Sonne» oder die «Liebenden» auf der Hand. Ansonsten ähnelt das Spiel jedoch eher dem Jassen. Gastgeberin Renata bringt den Gästen die Regeln und Varianten im Restaurant bei – bei einem guten Glas Heida-Wein und einem Walliser Teller gehen die zwei spannenden Stunden wie im Flug vorüber.

3. Chirlihändstees stricken

Einst waren sie Teil der Tracht, heute sind sie ein gefragtes modisches Accessoire: Als Pulswärmer sind die typischen Chirlihändstees nach wie vor gefragt in Visperterminen. Dass diese Kleidungsstücke fürs Handgelenk nicht nur traditionell in Schwarz, sondern auch als bunte Varianten gefertigt werden können, vermittelt Tamara Heinzmann in ihrem etwa dreistündigen Strickkurs.

Die sogenannten Chirlihändstees sind in Visperterminen nach wie vor eine gefragtes Modeaccessoire. Bild: Heidadorf Visperterminen

Dabei können bis zu vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren eigenen Pulswärmer gestalten und anschliessend nach Hause nehmen.

4. Auf der Alp filzen

Flinke Finger bleiben gefragt im Heidadorf: Denn auch das Handwerk des Filzens wird auf 1378 Metern über Meer fleissig zelebriert. Eine Expertin für diese Art der Textilverarbeitung ist Mathilde Burgener, die sich nachmittags gerne Zeit nimmt für kreative BesucherInnen. In ihrer Alphütte «Gäschteruheji» oder in ihrem Atelier leitet sie diese bei der kunstvollen Produktion von Filzkugeln oder Pelzen an. Gerade die Alphütte lädt während des drei- bis vierstündigen Workshops auch zum Durchatmen im Wald ein.

5. Bergbauern treffen

Melken in der Frühe, Heuen im steilen Gelände: Viehwirtschaft in den Alpen ist ein herausfordernder, aber auch faszinierender Beruf. Wie genau der ursprüngliche Bauernalltag abläuft, erfahren Gäste bei diesem ein- bis zweistündigen Besuch – mit Oberwalliser Anekdoten in den Ohren und einem Glas frisch gemolkener Milch in der Hand. Und apropos Milchbetrieb: Am Ende können die TeilnehmerInnen standesgemäss ein grosses Stück Heida-Käse einpacken.

Mehr Informationen unter: heidadorf.ch

(BHA)