Trips & Travellers
Boeing 767 streift bei Landung Lastwagen – Rettung für Flip-Flop-Touristen
Tourist tickt aus und verhaut Mallorca-Polizei
In der Nacht auf Sonntag verwandelte ein junger deutscher Mallorca-Tourist eine beschauliche Strasse in Llucmajor in ein Schlachtfeld. Gegen 3.30 Uhr morgens attackierte der sichtlich berauschte Mann wahllos Verkaufsstände, woraufhin Anwohner die Polizei alarmierten. Doch die Festnahme war erst der Anfang: Als Sanitäter die Handschellen lösen liessen, um den Mann medizinisch zu versorgen, ging dieser sofort auf die Beamten los. Ein Polizist erlitt einen Fingerbruch, ein weiterer Verletzungen am Ellbogen. Beide sind bis auf Weiteres dienstunfähig. Der Randalierer war derart aufgebracht, dass normale Beruhigungsmittel im Gesundheitszentrum keinerlei Wirkung zeigten. Erst eine «Dröhnung» mit stärkeren Medikamenten konnte ihn bändigen. Er wurde schliesslich schlafend ins Krankenhaus Son Espases eingeliefert, wo er unter polizeilicher Bewachung seinen Rausch ausschlief – bevor es dann zum juristischen Nachspiel kam. (Gelesen im «Mallorca Magazin»)
United-Jet touchiert bei Landung einen Lastwagen
Eine aus Venedig kommende Boeing 767-400 der United Airlines geriet im Endanflug auf die Landebahn 29 von Newark so gefährlich tief, dass sie mit der Infrastruktur am Boden kollidierte. Das Flugzeug rammte einen Lichtmast und touchierte mit dem Hauptfahrwerk sogar einen fahrenden Lastwagen. Trümmerteile des Masts sowie ein Reifen des Jets trafen einen Lieferwagen und einen Geländewagen. Bei letzterem wurde die Windschutzscheibe komplett zertrümmert. Während die 221 Passagiere und zehn Besatzungsmitglieder mit dem Schrecken davonkamen und sicher landeten, musste einer der Autofahrer mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Wie es bei einer normalen Anfluggeschwindigkeit von ca. 260 km/h zu diesem gefährlichen Absacken kommen konnte, ist nun Fall für die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB. (Gelesen in der «Flug Revue»)
Passagier springt nach Landung aus dem Notausgang
Ein 29-jähriger Mann hat am frühen Sonntagmorgen am Chennai International Airport für eine filmreife Szene gesorgt. Kaum war die Air-Arabia-Maschine aus Sharjah (Flug G9 471) gelandet, verlor der Passagier offenbar jegliche Geduld mit dem herkömmlichen Ausstiegsprozedere. Während der Airbus A320 noch in Richtung seiner Parkposition rollte, riss der Mann plötzlich den Notausgang auf und sprang kurzerhand aus dem Flugzeug direkt auf den Asphalt der Landebahn. Das Sicherheitspersonal nahm sofort die Verfolgung auf und konnte den Mann noch auf der Piste überwältigen. Bis auf ein paar Schürfwunden blieb der Springer unverletzt. Er erhielt Erste Hilfe und wurde umgehend zum Verhör abgeführt. Die Aktion hatte weitreichende Folgen für den Flugverkehr. Aus Sicherheitsgründen musste die Hauptlandebahn des Flughafens für über eine Stunde gesperrt werden. (Gelesen auf «khaleejtimes.com»)
Mit Flip-Flops ins Wander-Fiasko
Der Ausflug von vier Touristen aus Uruguay an der wilden Ostküste von Sardinien zwischen Cala Luna und Cala Fuili löste einen massiven Rettungseinsatz aus. Was als gemütlicher Spaziergang geplant war, wurde durch einen plötzlichen Wetterumschwung zur Falle. Die Gruppe sass auf dem schwer zugänglichen Küstenpfad fest, während starker Regen die ohnehin anspruchsvolle Strecke unpassierbar machte. Als die alarmierten Retter eintrafen, bot sich ihnen ein Bild, das für Kopfschütteln sorgte: Die Wanderer waren bei dem widrigen Gelände lediglich in Flip-Flops unterwegs. Ein angeforderter Helikopter musste die Mission aufgrund der schlechten Sicht und des Sturms abbrechen. Schliesslich gelang es Einsatzkräften der Feuerwehr und Küstenwache gemeinsam mit privaten Booten, die Gruppe in einer Felsmulde zu lokalisieren und per Boot in den Hafen von Cala Gonone in Sicherheit zu bringen. Die vier Touristen kamen mit dem Schrecken davon. (Gelesen auf «unionesarda.it»)
Entschädigung wegen besetzter Liege
Der Wecker klingelt um 6 Uhr morgens, doch am Pool angekommen, sind schon alle Liegen ausgebreiteten Handtüchern besetzt. Was für die meisten Feriengäste bei Frust und Zornausbrüchen bleibt, endete für einen Familienvater aus Deutschland nun mit einem lukrativen Urteil vor dem Landgericht Hannover. Der Kläger hatte für sich und seine vierköpfige Familie über 7000 Euro für Pauschalferien auf der griechischen Insel Kos bezahlt. Doch statt entspanntem Sonnenbaden hiess es: Liegen-Frust. Trotz täglicher Suche ab Sonnenaufgang blieb der Familie oft nur der harte Boden, während die reservierten Liegen verwaist unter Handtüchern vor sich hin dämmerten. Die Richter gaben dem Mann nun Recht und sprachen ihm eine Entschädigung von insgesamt 986,70 Euro zu. Das Gericht stellte klar, dass der Reiseveranstalter zwar kein «Recht auf die Wunschliege» garantieren muss, aber sehr wohl für eine funktionierende Organisationsstruktur verantwortlich ist. Da das Hotel das eigentlich bestehende Reservierungsverbot nicht kontrollierte, wurde die Reise als «mangelhaft» eingestuft. (Gelesen auf «derstandard.de»)