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Twerenbold feiert Spatenstich für futuristisches Reiseterminal in Frauenfeld
«Aus einer Idee, aus sehr vielen Gesprächen, aus Planung und Entscheidungen kann endlich Realität werden», sagte Karim Twerenbold beim Spatenstich auf der Baustelle in Frauenfeld. Der Bauherr und Vewaltungsratspräsident der Twerenbold Reisen Gruppe blickte bei seiner gestrigen Rede auf «einen langen und anspruchsvollen Weg» zurück.
Denn schon 2018 wurde das Projekt erstmals lanciert, schaffte auch die Hürde beim Frauenfelder Stimmvolk, doch es folgten Einsprachen und das Twerenbold-Projekt erlitt Schiffbruch vor dem Verwaltungsgericht. «Aber wir wären nicht Twerenbold, wenn wir darum den Kopf in den Sand gestreckt hätten». Der Rückschlag habe keinen Endpunkt dargestellt. «Wir haben neu geplant, mit der Stadt Frauenfeld neu geprüft und einen anderen Standort evaluiert, der 2018 noch nicht zur Verfügung stand. Erst aufgrund der Verzögerung habe sich die Möglichkeit der Parzelle im Alexander ergeben». Mit leichten Anpassungen kann nun am neuen Standort gebaut werden.
Die Erleichterung bei Karim Twerenbold, dass es nun mit dem futuristischen Projekt losgehen kann, ist jedenfalls gross. Entsprechend feierlich erfolgte der Spatenstich in Anwesenheit des Frauenfelder Stadtpräsidenten Claudio Bernold, weiteren Behördenvertretern sowie Architekten, Planern und zahlreichen Mitgliedern der Twerenbold Reisen Gruppe.
Ein Leuchtturm-Projekt für die Region
Bis zum Jahr 2028 entsteht auf der Parzelle «Im Alexander 5» direkt an der Autobahn A7 ein topmoderner Hub, der die Präsenz des Familienunternehmens in der Ostschweiz massiv stärken wird. Für Karim Twerenbold ist der Standort optimal gewählt: «Der Reiseterminal in Frauenfeld markiert einen neuen Meilenstein unseres unternehmerischen Engagements in der Ostschweiz. Wir sind vom ausgezeichnet erschlossenen Standort überzeugt und freuen uns, den Abreiskomfort für unsere Gäste aus der Region auf ein völlig neues Level zu heben.»
Auch der Frauenfelder Stadtpräsident Claudio Bernold zeigte sich bei den Feierlichkeiten erfreut. Das Projekt sei ein echter Gewinn für die Region, der nicht nur neue Arbeitsplätze schaffe, sondern auch die Bekanntheit des Standortes Frauenfeld nachhaltig fördere.
Der vom Winterthurer Büro Strut Architekten entworfene Neubau besticht durch eine markante, schillernde und semitransparente Membranhülle, die dem Gebäude Leichtigkeit und Eleganz verleiht. Das Terminal wird künftig 16 Abfahrtsplattformen sowie zwei spezielle Abfahrtsplätze für Veloreisen umfassen. Ein besonderes Highlight für die Reise-Community wird eine stilvoll gestaltete Lounge mit eigenem Café, die als einladender Begegnungsort dient.
Neben der hochkomfortablen Reiseinfrastruktur für die jährlich rund 100'000 Kunden der Gruppe bringt der Neubau auch eine signifikante organisatorische Veränderung mit sich: Die Mitarbeitenden des Excellence Cruises Reisebüro Mittelthurgau dislozieren von Weinfelden nach Frauenfeld. Im neuen Hauptsitz erwarten sie lichtdurchflutete Büroräumlichkeiten und attraktive Arbeitsplätze. Die Infrastruktur wird zudem durch eine Bus-Einstellhalle und 274 Parkplätze ergänzt. Für Reisende mit dem öffentlichen Verkehr ist das Terminal vom Bahnhof Frauenfeld aus in nur acht Minuten direkt per Bus erreichbar.
Architektur im Zeichen der Nachhaltigkeit
Ganz im Sinne der Firmenphilosophie von Twerenbold steht beim Bau der effiziente Umgang mit Ressourcen im Fokus. Das futuristische Gebäude wird vollständig über Luft-Wärmepumpen beheizt und gekühlt. Um den CO2-Ausstoss von Anfang an zu minimieren, wird weitgehend auf ein unterirdisches Bauen mit Beton verzichtet. Die oberirdischen Parkgeschosse kommen ohne mechanische Lüftung und mit wenig Kunstlicht aus, was den Betrieb äusserst energieeffizient macht.
Eine grossflächige Photovoltaikanlage wird jährlich bis zu 120'000 Kilowattstunden Solarstrom liefern. Zudem wird eine 120 Quadratmeter grosse Zisterne das Regenwasser im Terminal auffangen, um damit den Wasserbedarf der integrierten Bus-Waschanlage weitgehend zu decken.
Das Projekt in Frauenfeld markiert einen Meilenstein in der Firmengeschichte. Neben dem Firmensitz in Baden-Rütihof erhält die Twerenbold Reisen Gruppe einen zusätzlichen Hub. «Damit wollen wir unsere Positionierung als ein führender Anbieter im Schweizer Tourismus stärken», unterstrich Karim Twerenbold am Tag des Baustarts.