Ferienland Schweiz

Die Schweizer Jugendherbergen verfügen über gute Aussichten. Bild: SJH/Leonidas Portmann

Internationaler Gäste-Boom füllt die Kassen

Die Schweizer Jugendherbergen blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit einem Plus bei den Logiernächten und einer deutlichen Zunahme an Gästen aus dem Ausland festigt die Non-Profit-Organisation ihre Position im Markt. Besonders die Bergregionen und eine neue Strategie in der Gastronomie treiben das Wachstum voran.

Die Schweizer Jugendherbergen (SJH) konnten ihr Volumen im Geschäftsjahr 2025 steigern. Mit insgesamt 823'949 Logiernächten verzeichnete der Verein ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während der Heimmarkt mit einem Anteil von 67,4 Prozent weiterhin die wichtigste Säule bildet, ist die Rückkehr der internationalen Gäste der entscheidende Wachstumstreiber.

Besonders auffällig ist der Zuwachs bei Gästen aus Deutschland (+17,8 Prozent). Aber auch Märkte wie die USA, China und diverse europäische Länder trugen massgeblich zum positiven Ergebnis bei. Laut CEO Janine Bunte zeigt diese Entwicklung, dass das Geschäftsmodell nachhaltig und zukunftsorientiert aufgestellt ist.

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg im vergangenen Jahr waren die Standorte in den Bergen. Sämtliche Bergbetriebe konnten bei Individualreisenden und Familien zulegen. Die SJH reagierten auf die hohe Nachfrage nach naturnahen Ferien mit verlängerten Betriebszeiten, wodurch insbesondere die Sommersaison an Bedeutung gewann. Zusätzlich zahlten sich Investitionen in die digitale Infrastruktur aus: Die Direktbuchungen über die eigene Website nahmen dank einer neuen Booking Engine spürbar zu.

Strategische Expansion in der Romandie

Die SJH setzen ihren Wachstumskurs auch geografisch fort, wobei der Fokus aktuell auf der Westschweiz liegt:

  • Martigny: Die Eröffnung im Jahr 2025 stärkte bereits die Präsenz in der Region.
  • Genf: Im Juli 2026 folgt ein grosser Meilenstein mit der Eröffnung eines Neubaus.
  • Neuchâtel: Für den Sommer 2027 ist eine weitere Inbetriebnahme geplant.

Nicht nur das Übernachtungsgeschäft floriert, auch der Gastronomiebereich wächst mit einem Plus von 6,9 Prozent überproportional. Unter der Marke «Yoummi» positionieren die Jugendherbergen ihre Restaurants zunehmend als öffentliche Betriebe. Mit Angeboten wie täglich wechselnden 3-Gänge-Menüs für CHF 19.50 – gekocht mit regionalen und saisonalen Produkten – sollen vermehrt auch externe Gäste in Betriebe wie Interlaken, Laax oder Saas-Fee gelockt werden. Mit der neuen Website yoummi.ch wird diese Sparte nun auch digital eigenständig vermarktet.

Die Zeichen stehen weiterhin auf Wachstum: Der aktuelle Buchungsstand für das Jahr 2026 liegt bereits 3,9 Prozent über dem Vorjahreszeitpunkt. Mit dem anstehenden Grossprojekt in Genf und der weiteren Stärkung der internationalen Märkte blicken die Schweizer Jugendherbergen optimistisch in die Zukunft.

(TN)