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Eine schnelle Evakuierung gehört zu den wichtigsten Sicherheitsabläufen an Bord eines Flugzeugs. Bild: Screenshot Youtube / Galileo

Studie zeigt gefährliche Wissenslücken bei Flugpassagieren

Viele Flugreisende sind überzeugt, im Notfall richtig zu handeln. Eine neue Studie der Internationalen Luftverkehrsvereinigung (IATA) zeigt jedoch, dass insbesondere beim Umgang mit Handgepäck während einer Evakuierung noch viel Aufklärungsbedarf besteht.

Im Notfall muss ein Flugzeug innerhalb kürzester Zeit geräumt werden. Entscheidend dabei ist nicht nur die Arbeit der Crew, sondern auch das Verhalten der Passagiere. Eine neue Untersuchung der Internationalen Luftverkehrsvereinigung (IATA) zeigt, dass dabei insbesondere der Umgang mit Handgepäck ein Risiko darstellen kann.

Für die Studie wurden laut dem Aviatik-Portal «Aerotelegraph» Flugreisende aus den USA, Grossbritannien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Singapur befragt. Zwar gaben 80 Prozent an, zu wissen, wie sie sich bei einer Evakuierung verhalten müssten. Gleichzeitig wussten jedoch nur 61 Prozent, dass persönliches Gepäck beim Verlassen des Flugzeugs zurückgelassen werden sollte.

Zudem erklärte rund jede zehnte befragte Person, im Ernstfall trotz entsprechender Anweisungen das eigene Gepäck mitnehmen zu wollen oder sich am Verhalten anderer zu orientieren.

Das kann erhebliche Folgen haben. Bereits das Öffnen eines Gepäckfachs und das Herausnehmen von Taschen kann eine Evakuierung verzögern. Zusätzlich besteht das Risiko, dass Gepäckstücke Fluchtwege blockieren, Rettungsrutschen beschädigen oder andere Personen verletzen.

Die IATA hat deshalb eine neue Sicherheitskampagne lanciert. Ziel ist es, Passagiere stärker dafür zu sensibilisieren, dass bei einer Evakuierung ausschliesslich die Anweisungen der Crew befolgt und persönliche Gegenstände zurückgelassen werden sollten.

(TN)