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Die historische Stadt von Yazd in der gleichnamigen Provinz, eine der ältesten Städte Irans, wurde neu ins Unesco-Welterbe aufgenommen. Bild: Fotolia

Tempel, Bauten, Höhlen, Naturwunder

Das sind die 21 neuen Welterbestätten – erstmals vertreten sind Angola und Eritrea.

Seit dem 2. Juli tagte das Unesco-Komitee in Krakau. Jetzt stehen alle 21 neuen Welterbestätten fest.  Auffallend: die bisher eher Europa-lastige Liste wurde in allen Weltregionen ausgebaut. Mit der Aufnahme dieser 21 Stätten umfasst die Unesco-Welterbe-Liste neuerdings 1073 Stätten in 167 Ländern, davon gehören 832 zum Weltkulturerbe, 206 zum Weltnaturerbe.

Das sind die 21 neuen Welterbestätten:

  • Angola: Mbanza Kongo, das politische und spirituelle Zentrum des Königreichs von Kongo.
  • Argentinien: der Nationalpark Los Alerces im nördlichen Patagonien.
  • Brasilien: Das mitten in Rio de Janeiro gelegene Valongo-Kai, wo 1811 Sklavenschiffe aus Afrika ankamen.
  • China: Die Insel Kulangsu, wo viele Kolonialmächte ihre Spuren hinterlassen haben.
  • China: In der abgelegenen Region Hoh Xil stehen 20 Wildtierarten unter Schutz.
  • Dänemark: die Region Kujataa auf Grönland am Rande des ewigen Eises.
  • Deutschland: Sechs Höhlen auf der Schwäbischen Alb. Hier wurden über 33'000 Jahre alte Kunstwerke und Instrumente gefunden.
  • Eritrea: Die Bauten von Asmara. Die Stadt liegt auf einem Hochplateau im Zentrum des Landes.
  • Frankreich: Die heiligen Stätten von Taputapuatea auf der polynesischen Insel Raiatea.
  • Grossbritannien: der Lake District mit reichhaltiger Flora und Fauna – und Bedeutung für Kunst und Literatur.
  • Indien: Das historische Zentrum der Millionenstadt Ahmedabad im Bundesstaat Gujarat.
  • Iran: Die historische Stadt von Yazd in der gleichnamigen Provinz, eine der ältesten Städte Irans.
  • Japan: Die heilige Insel Okinoshima, neben der religiösen Bedeutung auch ein wichtiger Wegweiser auf der Seerouten im 4. bis 9. Jahrhundert.
  • Kambodscha: die Tempelzone von Samor Prei Kuk.
  • Kroatien/Italien/Montenegro: die Festungen Venetiens des 15. Bis 17. Jahrhundert, die sich von der Lombardei bis zur östlichen Adriaküste erstrecken.
  • Mongolei/Russland: Die gebirgige Region Daurien hinter dem Baikalsee mit vielen Tierarten.
  • Palästina: die Altstadt von Hebron, insbesondere die Bauten der Mamluken-Zeit (1250 bis 1517)
  • Polen: Die Silber-, Blei- und Zink-Minen von Tarnowskie Góry.
  • Russland: Die Kathedrale des Mariä-Himmelfahrt-Klosters auf der Insel Swijachsk, wo Wolga und Swijaga zusammenfliessen.
  • Südafrika: Die Kulturlandschaft des Kohmani-San-Volkes liegt im nördlichen Südafrika, mit Spuren zurück in die Steinzeit.
  • Türkei: Die antike Stadt Aphrodisias, im Südwesten der Türkei gelegen. Zahlreiche Ruinen sind noch gut erhalten.

Die Unesco debattierte auch über Welterbestätten in Gefahr, darunter alle sechs Stätten in Syrien wie etwa Aleppo, Damaskus und die Wüstenstadt Palmyra. Die Experten sahen aber auch die historische Altstadt Wiens durch einen geplanten Hochhausbau gefährdet und nahmen sie neu auf die Rote Liste. Entwarnung gab es nach erfolgreichen Schutzmaßnahmen hingegen für den Nationalpark Comoé in der Elfenbeinküste und den Sämen-Nationalpark in Äthiopien – sie wurden von dieser Liste wieder gestrichen.

(TN)